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Rassistischer Kunde bei McDonald's: "Ich bin Christ, du bist Muslim, willst du mir meinen Kopf abhacken?

Wenn Betrunkene wirklich nur die Wahrheit sagen, geht es im Kopf dieses McDonald's-Kunden extrem fremdenfeindlich zu. Er beleidigt einen muslimischen Mitarbeiter aufs Übelste - und bekommt seine gerechte Strafe.

McDonald's Logo

Für sein rassistisches Verhalten gegenüber einem McDonald's-Mitarbeiter machte der Angeklagte den Alkohol verantwortlich. 

Es sei ihm sehr peinlich. Normalerweise würde er sowas nicht sagen. Aber er wäre betrunken gewesen und habe sich dumm verhalten. So rechtfertigt die Anwältin das Verhalten ihres Mandanten Patrick Maughan. Der 65-Jährige war im Juni um 19 Uhr sturzbetrunken in einem McDonald's in Großbritannien aufgelaufen. Dort pöbelte er den Angestellten Mohamed Mahroof und den Sicherheitsbeamten Mansoor Bahar an, verhöhnte die Männer und ahmte die Art und Weise nach, wie Muslime beten, berichtet die britische Tageszeitung "Mirror". Dafür bekam er jetzt vor Gericht die Quittung.

Zum McDonald's-Mitarbeiter: "Bist du Muslim?"

Im McDonald's angekommen, so berichtet die Staatsanwältin, lehnte Maughan sich über den Tresen, um das Namensschild von Mahroof zu lesen und fragte: "Heißt du Mohamed? Bist du Muslim?" Auf diese ersten Fragen antwortete der McDonald's Mitarbeiter noch mit einem "Ja", doch Maughan ließ nicht locker. "Ich bin Christ, du bist Muslim, willst du mir jetzt meinen Kopf abhacken?", pöbelte Maughan und gestikulierte mit einem Arm, um eine Enthauptung nachzuahmen. Eine unnötige und unsensible Anspielung auf die Enthauptungen durch die Terrorgruppe "Islamischer Staat". Auf die Bitten der Mitarbeiter, den Laden zu verlassen, bewegte er sich zunächst Richtung Ausgang, doch drehte sich dann wieder um, um Mahroof weiter zu drangsalieren: "Du Muslim, du willst meinen Kopf abhacken." Danach kniete er sich hin und imitierte die muslimische Art zu beten. 

Nicht sein erster rassistischer Ausraster

Vor Gericht ließ Maughan durch seine Anwältin ausrichten, dass ihm der ganze Vorfall sehr peinlich sei und er sein Verhalten an dem Abend sehr bereue. Wegen eines anderen Vorfalls von rassistischer Drangsalierung wurde Maughan bereits zu 15 Monaten gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Das kam ihm vor Gericht nicht zugute. Für seine rassistischen und fremdenfeindlichen Äußerungen muss der Brite nun 12 Wochen ins Gefängnis.

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