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EuGH hat entschieden: Tschüss Mentholzigarette - in zwei Wochen bist du Geschichte

Der Europäische Gerichtshof hat strengere Tabakvorschriften bestätigt. Das bedeutet, dass bald Schockfotos auf Packungen und Werbeeinschränkungen für E-Zigaretten kommen. Und: Ab 20. Mai verschwindet die Mentholzigarette aus den Läden.

EU-Tabakrichtlinie: Klage vom EuGH abgelehnt

Tabakrichtlinie: Einige Zigaretten verschwinden vom Markt

Einige Tabakunternehmen hatten es versucht und sind doch gescheitert: Mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wollten sie die Umsetzung einer EU-Richtlinie in nationales Recht verhindern. Diese Novelle verbietet unter anderem Aromastoffe in Zigaretten. Der größte Fan des aromatisierten Glimmstängels war wohl der im vergangenen November verstorbene Altbundeskanzler Helmut Schmidt.

Sein SPD-Kollege Peer Steinbrück erzählte vor einigen Jahren die Geschichte, dass Schmidt rund 200 Stangen der Mentholzigarettenmarke Reyno im Keller gebunkert haben soll. Der Grund dafür: Er habe Angst, dass die EU durch übereifrige Regulierungswut seine Lieblingsmarke verbieten würde. Und tatsächlich wird es nun genau dazu kommen, denn die Mentholzigaretten Reyno wird es bald nicht mehr geben.

Mentholzigaretten vor dem Aus

Die aromatisierten Kippen sollen durch ein "angenehmes Aroma" das Rauchen für Einsteiger attraktiver machen, bestätigten nun auch die Richter des EuGH die Argumentation der EU-Kommission. Ab 20. Mai werden nun Mentholzigaretten aus den Läden genommen. Allerdings haben Fans dieser Aroma-Stängel noch eine großzügige Übergangszeit, um sich zu entwöhnen. Alle Produkte, die mindestens einen Marktanteil von drei Prozent haben, haben eine Ablaufphase von vier Jahren. Somit können Kunden noch bis zum Mai 2020 Mentholzigaretten kaufen. Allerdings wird die Produktion nun immer weiter gedrosselt. 

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Zigarettenschachteln mit Schockbildern

Ebenfalls neu zum Stichtag: Zwei Drittel der Zigarettenschachteln werden künftig von Schockbildern bedeckt sein. Fotos von Raucherlungen und -Beinen sowie weiterer schlimmer Erkrankungen, die durch das Rauchen entstehen können, kennen Raucher bereits aus dem Ausland. Auch Werbung für E-Zigaretten wird künftig eingeschränkt. Die EU-Richtlinie war bereits 2014 ausgehandelt worden. 

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kg