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Bezahlung in Sauna-Gutscheinen und Backwaren: So tricksen Arbeitgeber beim Mindestlohn

100 Tage gibt es nun den Mindestlohn. Aber nicht jedes Unternehmen hält sich dran. Einige Chefs tricksen bei der Arbeitszeit, andere speisen ihre Mitarbeiter mit Gutscheinen ab.

Von Daniel Bakir

8,50 Euro Mindestlohn die Stunde? Manche Chefs versuchen, sich mit Gutscheinen und Naturalien zu drücken

8,50 Euro Mindestlohn die Stunde? Manche Chefs versuchen, sich mit Gutscheinen und Naturalien zu drücken

Hundert Tage Mindestlohn heißt auch hundert Tage Ignoranz und Trickserei. Denn obwohl seit dem Jahresbeginn eigentlich flächendeckend 8,50 Euro die Stunde gezahlt werden müssen, sieht die Realität in manchen Unternehmen anders aus. Einige Chefs umgehen das Gesetz mit Taschenspielertricks, andere richtig plump.

Die Zuschauerreaktionen auf einen stern-TV-Beitrag machen das ganze Spektrum deutlich: Eine Callcenter-Agentin berichtete, dass sie weiterhin nur 7 Euro die Stunde bekomme. Ein Maschinenführer erzählte, sein Chef zahle zwar mehr Geld, dafür müssten jetzt zwei Leute die Arbeit von dreien machen. Andere berichteten von Vorgesetzten, die fiktive Pausen eintragen (natürlich unbezahlt) oder Nacht- und Feiertagszuschläge kürzen.

Waren das nur Startprobleme? Hat sich mittlerweile alles zurechtgeruckelt? Der Deutsche Gewerkschaftsbund sagt: Nein. Seit Jahresbeginn sind bei der Mindestlohn-Hotline des DGB etwa 9100 Anrufe eingegangen. Ursprünglich war geplant, den Service nur bis Ende März anzubieten. Doch noch immer kommen 50 bis 100 Anrufe pro Tag. Das sind zwar weniger als im Januar. Aber während Anfang des Jahres vor allem Informationsanfragen kamen, melden sich nun zunehmend Angestellte, die sich wundern, warum der Mindestlohn nicht auf ihren Gehaltszetteln ankommt.

"Die Zahl der Beschwerden ist nicht signifikant gesunken. Das geht deutlich über Einzelfälle hinaus", sagt Marion Knappe vom DGB. In einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap berichteten kürzlich 18 Prozent der Befragten von Fällen, in denen der Mindestlohn umgangen wurde: Drei Prozent waren selbst betroffen, 15 Prozent kannten einen Fall aus dem Bekanntenkreis. Hätte man nur Niedrigverdiener befragt und nicht die gesamte Bevölkerung, wären die Zahlen wohl noch wesentlich höher gewesen.

Kino-Gutscheine und Backwaren

Eine nach wie vor verbreitete Masche ist laut DGB, dass Arbeitgeber das Gehalt mit Gutscheinen verrechnen, um nicht den vollen Mindestlohn auszahlen zu müssen. So würden Solariums- und Saunamitarbeitern Sonnenbankstunden und Saunasitzungen als Ausgleich angeboten. Bäckereiangestellte würden mit alten Backwaren abgespeist. Und ein Kinobetreiber in Nürnberg zahlte seinen Angestellten nur 7,06 Euro und gab einen 1,44 Euro Kinogutschein dazu. Natürlich strich er seinen Leuten auch gleich den bis dahin kostenlosen Eintritt ins Kino. "Das geht natürlich alles nicht", sagt Knappe. "Die 8,50 Euro müssen gezahlt werden, wenn der Arbeitgeber dann noch Gutscheine oder ähnliches drauflegen will, kann er das gerne tun."

Ebenfalls beliebt sind Versuche, die Arbeitszeit kleinzurechnen. Bei Krankentransporten beispielsweise gab es vermehrt Beschwerden, weil die Arbeitszeit erst beim Kunden beginnen sollte und die Anfahrt nicht bezahlt wurde. Arbeits-Fahrten zum Einsatzort müssen aber ebenso bezahlt werden wie die Standzeiten eines Taxifahrers, in denen er auf Fahrgäste wartet.

Wie man sich wehren kann

Wer von solchen Mindestlohn-Tricksereien betroffen ist, dem empfiehlt der DGB folgende Eskalationsspirale. Erst das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen, dann Fristen für die Lohnnachzahlung setzen. "Wenn das alles nichts hilft, dann sollte man darüber nachdenken, zum Anwalt oder zu seiner Gewerkschaft zu gehen und sich juristisch zu wehren", sagt Knapp. Sie empfiehlt zudem, die Arbeitszeiten zu dokumentieren und wenn möglich von einem Kollegen gegenzeichnen zu lassen.

Eigentlich ist die Erfassung der Arbeitszeit Sache des Arbeitgebers. Die umfangreichen Dokumentationspflichten sind allerdings der größte Kritikpunkt der Arbeitgeberverbände am Mindestlohn. Sie beklagen den hohen bürokratischen Aufwand, die Familienbetriebe sehen sich unter Generalverdacht gestellt. Die Gewerkschaften dagegen fordern die Politik auf, nicht weich zu werden. "Wenn die Arbeitszeiten nicht ordentlich dokumentiert werden, kann niemand vor Gericht irgendetwas geltend machen", sagt Knapp.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(