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Nach Ehec-Welle: Bauern wollen 16 Millionen Euro Entschädigung

Die Ehec-Epidemie hat den Gemüsemarkt zeitweilig zusammenbrechen lassen. Für die Einkommensausfälle verlangen die Bauern nun Entschädigung. Bei den zuständigen Behörden machten sie Schäden in Höhe von rund 16 Millionen Euro geltend.

Nach dem Einbruch des Gemüsemarkts wegen der Infektionswelle mit dem EHEC-Darmkeim wollen deutsche Bauern für Einbußen von 16 Millionen Euro entschädigt werden. Diese Summe wurde den zuständigen Länderbehörden gemeldet, wie ein Sprecher des Bundesagrarministeriums sagte. Damit wurden Informationen des "Münchner Merkurs" bestätigt. Europaweit hat die EU 210 Millionen Euro für Entschädigungen in Aussicht gestellt. "Die Hilfen für die deutschen Gemüsebauern müssen schnell und möglichst unbürokratisch erfolgen", sagte Ministerin Ilse Aigner (CSU) der Zeitung.

Nach einer zwischenzeitlichen Warnung vor Tomaten, Gurken und Salaten Ende Mai hatten Gemüsebauern massive Einbußen zu beklagen. Am 10. Juni wurde die Warnung aufgehoben und gilt nur noch für Sprossen. Die EU-Kommission sammelt die Forderungen aus den Mitgliedsländern, ehe über die konkreten Auszahlungen entschieden wird.

Spanische Bauern überbringen Forderungen an EU

Die spanischen Obst- und Gemüsebauern fordern 71 Millionen Euro Entschädigung. Umweltministerin Rosa Aguilar sagte am Montag in Almería, die Betroffenen würden die Forderung am Dienstag bei der EU-Kommission einbringen. Ihren Angaben zufolge sollen Vertreter aus Spanien und Deutschland im September zusammenkommen, um über neue Werbekampagnen für spanische Obst- und Gemüseprodukte zu diskutieren.

dho/DPA / DPA