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Nach Ehec-Epidemie: Sprossenhersteller scheitert mit Schadenersatz-Klage

2011 kostete die Ehec-Epidemie 53 Menschen das Leben und trieb einen Sprossenhersteller beinahe in die Pleite. Das Landgericht Braunschweig sieht dennoch keinen Anspruch auf Schadenersatz.

Ein Sprossenhersteller hat nach der Ehec-Epidemie 2011 keinen Anspruch auf Schadenersatz. Das Landgericht Braunschweig wies am Dienstag die Klage des in der Nähe von Hamburg ansässigen Unternehmens ab.

Der Hersteller forderte Schadenersatz von einer Million Euro vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Der Betrieb machte einen eklatanten Umsatzeinbruch geltend und kritisierte, dass die in Braunschweig ansässige Behörde die Hersteller unter Generalverdacht gestellt habe. Die Ehec-Epidemie hatte zur Folge, dass 53 Menschen an dem Darmkeim starben und mehr als 4000 Menschen daran erkrankten.

Die Epidemie war der schwerste Ausbruch einer Infektionskrankheit in Deutschland seit Jahrzehnten. Als Quelle für die Infektionen gelten aus Ägypten importierte Bockshornklee-Samen, aus denen Sprossen gezüchtet wurden.

kng/DPA / DPA
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