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Niedrige Inflationsrate: Verbraucherpreise bleiben stabil

Die Lebenshaltungskosten sind auch im Januar nur moderat gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 0,8 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt mit. Vor allem Heizöl und Sprit wurden in den vergangenen Wochen jedoch merklich teurer.

Die Verbraucherpreise in Deutschland bleiben stabil. Die jährliche Teuerungsrate lag im Januar bei 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch anhand vorläufiger Daten bekanntgab. Der Wert liegt damit weiterhin deutlich unter der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei Inflationsraten von knapp unter zwei Prozent Preisstabilität gewahrt sieht.

Für Dezember hatten die Statistiker eine Preissteigerung in Deutschland von 0,9 Prozent errechnet, für das Gesamtjahr 2009 den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung: 0,4 Prozent. Hierfür waren vor allem sinkende Preise bei Mineralölprodukten und Lebensmitteln verantwortlich.

Preise für Heizöl und Sprit ziehen an

Für die vorläufigen Angaben zur Preisentwicklung wertete das Statistikamt die Daten aus einzelnen Bundesländern aus. Demnach stieg seit Dezember 2009 der durchschnittliche Preis für Heizöl um bis zu 9,1 Prozent, der für Sprit um bis zu 5 Prozent. Während die Gaspreise weitgehend stabil blieben, legten Nahrungsmittel leicht zu.

Die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass die Verbraucherpreise in diesem und im nächsten Jahr um jeweils rund ein Prozent steigen. Auch Volkswirte der Commerzbank erwarten, dass die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt kaum vom Januarwert abweichen wird.

DPA/APN / DPA