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Patentstreit ausgeweitet: Nokia verklagt Apple wegen iPad

Handy-Weltmarktführer Nokia zieht jetzt auch wegen des iPads gegen Apple vor Gericht: Der finnische Mobilfunkkonzern verklagte die US-Amerikaner wegen Ideenraubs. Fünf Patente soll Apple unerlaubt nutzen.

Der Handy-Weltmarktführer Nokia hat seinen Patentstreit mit Apple auch auf das neue iPad ausgeweitet. Der finnische Konzern reichte am Freitag vor einem US-Gericht in Wisconsin Klage ein. Die Finnen werfen dem US-amerikanischen Elektronikkonzern Ideenraub vor.

Apple verletze mit seinem UMTS-fähigen iPhone und dem Tablet-Computer iPad fünf wichtige Patente von Nokia, teilte das Unternehmen am Sitz in Espoo mit. Nokia müsse die Ergebnisse seiner teuren Forschungsarbeit schützen, sagte der zuständige Manager Paul Melin.

Nokia hatte bereits im vergangenen Jahr verschiedene Klagen wegen Patentverletzung gegen Apple eingereicht. Apple schlug mit einer Gegenklage zurück. Nokia wirft dem Konkurrenten konkret vor, Sende- und Empfangstechnik des Marktführers zu verwenden. Mithilfe dieser Technik sei es möglich, kompakte Geräte zu bauen.

Nokia droht bei teuren Geräten Anschluss zu verlieren

Apple war mit der Markteinführung des iPhones 2007 aus dem Stand zu einem wichtigen Wettbewerber auf dem Handy-Markt geworden. Zwar beherrschen die Finnen immer noch den Massenmarkt der günstigen und mittelpreisigen Handys. Doch bei den teuren, multifunktionalen Smartphones drohen sie den Anschluss zu verlieren. Hier ist neben Apple auch noch RIM mit seinen Blackberrys stark im Geschäft.

Das iPad, das die Brücke zwischen Smartphones und Laptops schlagen soll, wird in den USA seit dem Osterwochenende verkauft. Innerhalb des ersten Monats schlug der Konzern eine Million Geräte los. Am 28. Mai bringt Apple das iPad auch in Deutschland auf den Markt.

Die Aktien von Apple fielen in einem schwachen Gesamtmarkt um drei Prozent, die von Nokia um 6,6 Prozent.

DPA / DPA
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