Pay-TV Murdoch kauft sich bei Premiere ein


Die Nachricht ließ den Aktienkurs um bis zu 20 Prozent nach oben schnellen: Der mächtige Medienmanager Rupert Murdoch hat fast 15 Prozent des Pay-TV-Senders Premiere übernommen. Für die Börsianer deutet nun alles daraufhin, dass der US-Australier die Münchner vollständig kaufen werde.

Medienmogul Rupert Murdoch setzt einen Fuß ins deutsche Fernsehgeschäft. Sein Konzern News Corp steigt mit 14,58 Prozent beim Münchener Bezahlfernsehsender Premiere ein. Dafür zahlt News Corp insgesamt 287 Millionen Euro an den bisherigen Eigner Unitymedia, wie dieser mitteilte. Das entspricht 17,50 Euro je Premiere-Aktie.

Die Titel, die vor der Unitymedia-Mitteilung vom Handel ausgesetzt waren, sprangen anschließend um über 20 Prozent auf 15,40 Euro in die Höhe. "Das ist eine gute Nachricht für die Aktie", sagte ein Händler über die Transaktion. Dadurch werde der Weg frei für weitere Anteilskäufe. "Das sieht nach einer Übernahme aus", sagte der Händler. Übernahmespekulationen hatten die Premiere-Papiere in den vergangenen Monaten immer wieder bewegt.

Unitymedia-Chef Parm Sandhu zeigte sich mit dem Verkauf zufrieden und sprach von einem hervorragenden Verkaufserlös. Unitymedia hatte die 16,4 Millionen Premiere-Aktien im Rahmen der Kooperation der beiden bei der Übertragung der Fußball-Bundesliga im Februar 2007 erworben. Das Bundeskartellamt hatte der Zusammenarbeit aber nur zähneknirschend zugestimmt und verfügt, dass Unitymedia seinen Premiere-Anteil spätestens bis zum Ablauf der Vereinbarung Mitte 2009 wieder verkaufen müsse.

Reuters Reuters

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