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Telekom, Vodafone, Unitymedia Großer Vergleichstest: Welcher Internetanbieter ist am besten?


Highspeed-DSL und das zum Schnäppchenpreis? Das gilt leider nicht für alle Internetanbieter. Das Portal Check24 hat zehn Anbieter miteinander verglichen - und auf dem ersten Platz landet nicht die Telekom.

Die meisten Internetanbieter werben mit "Highspeed DSL" und saftigen Preisnachlässen. Doch wenn man auf die Freischaltung wartet, folgt oft die Ernüchterung: lange Ladezeiten, Schneckenspeed und besetzte Hotlines. Das Vergleichsportal Check24 hat deshalb zehn Internetanbieter miteinander verglichen.

Die kundenfreundlichsten Gesamtpakete bieten laut Check24 die Kabelanbieter Unitymedia und Vodafone Kabel Deutschland. Hier stimme der Mix aus Preis, guten Servicebedingungen und fairen Tarifbedingungen (Laufzeit, Drosselung, Umzugspauschalen, Router) bei den sogenannten Doppelflatrates, die sowohl das Telefon als auch den Internetanschluss umfassen. Auf dem dritten Platz folgt als erster DSL-Anbieter die Telekom. Die ist zwar Spitzenreiter bei den Servicebedingungen (Online-Shop, Kundenportal, Kundenhotlines), aber deutlich teurer als die Konkurrenz.

Unitymedia legt ordentlich zu

Für Unitymedia ist der erste Rang ein großer Sprung nach vorne, im Vergleich zum Vorjahr ging es gleich drei Plätze nach oben. Die Preise sind laut Check24 ziemlich günstig, im Gesamttest reichte es außerdem für die zweitbesten Tarif- und die drittbesten Servicebedingungen. Dagegen hat auch Vorjahressieger Vodafone Kabel Deutschland keine Chance, obwohl die Düsseldorfer in der Kategorie Preis am besten abschnitten. Für eine Doppelflatrate zahlen Kunden im Schnitt 18,32 Euro pro Monat, bei der Telekom ist er mit 27,24 Euro knapp die Hälfte mehr.

Generell sei das Preisniveau bei den Kabelanbietern niedriger als bei DSL-Anbietern, schreibt Check24. Insgesamt sinken die Preise kontinuierlich: Der Durchschnittspreis aller getesteten Anbieter liegt in diesem Jahr bei 21,54 Euro pro Monat. Das sind fünf Prozent weniger als 2015 (22,58) und neun Prozent weniger als 2014 (23,66). Ärgerlich: Kunden in schlecht mit DSL versorgten Gebieten zahlen bei 1&1 und Vodafone nochmal einen Aufschlag von fünf Euro pro Monat. Die beiden Anbieter o2 und Vodafone konnten mit den Servicebedingungen punkten, machten aber bei den Tarifbedingungen keine gute Figur. Schlusslicht ist easybell.

Tarifbedingungen oft schlecht

Vor allem bei den Tarifbedingungen ließen viele Anbieter Punkte liegen. 1&1 etwa erreichte etwa nur 9,5 von 50 möglichen Punkten - ein Desaster. Grund dafür sind bei vielen Anbietern lange Laufzeiten, Kündigungsfristen und hohe Umzugspauschalen. Bei den Kosten für die mitgelieferte Hardware (Wlan-Router) gab es eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Langfristig sollten die Internetanbieter aber auf kürzere Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen setzen.


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