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Quartalszahlen: Praktiker: Schwarze Zahlen, aber kein Aufatmen

Die Baumarktkette Praktiker blickt angesichts des weiter schwachen Auslandsgeschäfts nur vorsichtig optimistisch in die Zukunft. In den ersten neun Monaten verbuchte der Konzern einen kräftigen Gewinneinbruch, rechnet für das Gesamtjahr aber weiter mit schwarzen Zahlen. Einen Grund zum Aufatmen gebe es noch nicht.

Die Baumarktkette Praktiker blickt angesichts des weiter schwachen Auslandsgeschäfts nur vorsichtig optimistisch in die Zukunft. In den ersten neun Monaten verbuchte der Konzern einen kräftigen Gewinneinbruch, rechnet für das Gesamtjahr aber weiter mit schwarzen Zahlen. Einen Grund zum Aufatmen gebe es noch nicht. «Die konjunkturelle Unsicherheit ist trotz manch positiver Signale weiterhin groß», sagte Praktiker-Vorstandschef Wolfgang Werner am Donnerstag im saarländischen Kirkel.

Die Kette, die in Deutschland die Marken Praktiker und Max Bahr führt, will an ihrem bisherigen Sparkurs festhalten und sich weiter mit aggressiven Verkaufsaktionen zurückhalten. Trotz der verstärkten Sparbemühungen brach der operative Gewinn (EBITA) im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel auf 34,3 Millionen Euro ein. Vor allem das Auslandsgeschäft, das rund ein Drittel zum Umsatz beiträgt, drückte das Ergebnis.

«Ein konjunktureller Aufschwung, verbunden mit anhaltend niedriger Inflationsrate und allenfalls moderat steigenden Arbeitslosenzahlen, wäre für den Praktiker-Konzern die beste Ausgangsbasis für die Rückkehr in die Erfolgsspur, also für weiteres profitables Wachstum», sagte Werner. Dieser Aufschwung könne in Deutschland schon 2010 spürbar werden, in den Auslandsmärkten eher später.

Dennoch bekräftigte Werner die Prognose für 2009 und rechnet weiter mit einem moderaten Rückgang des Umsatzes und einem «angemessenen, positiven» operativen Gewinn. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht. 2008 hatte Praktiker rund 3,9 Milliarden Euro umgesetzt und operativ 129,1 Millionen Euro verdient.

In den ersten neun Monaten sank der Umsatz um 5 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro. Das EBITA sank um 51 Prozent auf 53,2 Millionen Euro. Dabei fielen die Rückgänge im Ausland deutlich höher aus als im Inland. Unter dem Strich verdiente Praktiker in den ersten neun Monaten 7,5 Millionen Euro und damit 87,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

DPA / DPA