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Rentenversicherung: Renten könnten 2015 um bis zu zwei Prozent steigen

Für das kommende Jahr hält die Deutsche Rentenversicherung einen Anstieg der Renten um bis zu zwei Prozent für möglich. Der Paritätische Gesamtverband warnt dennoch vor einer "Lawine der Altersarmut".

Eine Seniorengruppe in Dresden. 2015 könnten die Renten um bis zu zwei Prozent steigen.

Eine Seniorengruppe in Dresden. 2015 könnten die Renten um bis zu zwei Prozent steigen.

Die deutschen Rentner können auf eine Rentenerhöhung im kommenden Jahr hoffen. Die Renten könnten um ein bis zwei Prozent in West- und Ostdeutschland steigen, wie die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, Annelie Buntenbach, am Dienstag in Würzburg sagte. Damit dürfte die Rentenanpassung über der aktuellen Inflationsrate liegen.

Zuletzt hatten die gut 20,5 Millionen Rentner am 1. Juli 2014 mehr Geld bekommen. Im Osten Deutschlands stiegen die Renten um 2,53 Prozent, im Westen um 1,67 Prozent.

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung dürfte Anfang 2015 von derzeit 18,9 auf 18,7 Prozent vom Einkommen sinken. In dieser Größenordnung bewegt sich der Spielraum zur Senkung. Die Bundesregierung hatte eine entsprechende Senkung bereits angekündigt. Die Absenkung um 0,2 Prozentpunkte bringt eine Entlastung um rund zwei Milliarden Euro, die sich gleichermaßen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer verteilt. Bezogen auf einen Durchschnittsverdiener sei das eine Entlastung um 35 Euro pro Jahr.

"Im Moment laufen wir auf eine Lawine der Altersarmut zu," sagt Ulrich Schneider, Geschäftsführere Paritätischen Gesamtverbands. Zunehmend kämen Langzeitarbeitslose ins Rentenalter. Zudem sinke das Rentenniveau - also das Verhältnis von Rente zum Durchschnittseinkommen - bis 2030 politisch gewollt auf 43 Prozent. "Zum Beispiel Erzieherinnen oder Pflegekräfte haben keine Chance, 2020 eine Rente zu bekommen, die über der Grundsicherung liegt", kritisierte Schneider.

haw/DPA / DPA