Ressourcen Total warnt vor Ende des Öls


Mit dem französischen Konzern Total hat erstmals ein Unternehmen aus der Mineralölindustrie vor dem Ende des Öls gewarnt. Nach Einschätzung des Energimultis stoßen Vorkommen wie auch Förderung des Öls an ihre Grenzen.

Die weltweite Ölförderung stößt nach Einschätzung der Total SA bald an ihre Grenzen und wird deutlich geringer wachsen als von der Internationalen Energieagentur (IEA) erwartet. Wegen geologischer und geopolitischer Probleme werde die Tagesförderung sich bei 100 Millionen Barrel (je 159 Liter) stabilisieren. Selbst dieses Niveau sei schwer zu halten, sagte Konzernchef Christophe de Margerie laut "Les Echos". Die IEA erwartet einen Anstieg von derzeit 87 Millionen auf 116 Millionen Barrel bis 2030.

Bis 2020 dürfte sich laut Total die Ölförderung auf 95 Millionen Barrel erhöhen. Dazu kämen fünf Millionen Fass Treibstoffe aus Gas- und Kohlesynthese. Weitere Steigerungen seien schwer möglich. "Die IEA wird bald feststellen, dass sie zu optimistisch war", sagte der Total-Chefstratege Jean-Jacques Mosconi dem Blatt. So sei die Förderung der amerikanischen Offshore-Felder in diesem Jahr schon um acht Prozent gesunken. Es gebe ein Problem nicht nur bei den Kapazitäten, sondern auch bei den Reserven.

DPA DPA

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