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Leck auf Nordsee-Plattform: Oettinger fordert mehr Sicherheit bei Gasförderung

Mehr Kontrolle, mehr Transparenz - EU-Kommissar Oettinger fordert nach den Problemen auf der Nordsee-Plattform höhere Sicherheitsstandards. Unterdessen hat Betreiber Total offenbar das Leck gefunden.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hofft, dass das Leck auf der Elgin-Gasplattform vor der britischen Küste zu besseren Sicherheitsvorkehrungen führt. "Großbritannien und Norwegen haben schon sehr hohe Standards. Aber auch dort kann man noch bestimmte Dinge verbessern, einfach, weil man von den anderen Ländern und von solchen Unfällen lernt."

Oettinger verwies auf Gesetzesvorschläge der EU-Kommission vom vergangenen Herbst. Darin schlug die Brüsseler Behörde unter anderem mehr unabhängige Kontrollen der Öl- und Gasförderung auf See durch internationale Firmen vor.

"Wenn es bei denen ein paar Mal vorkäme, dass sie schludrig gearbeitet haben, wäre ihre Glaubwürdigkeit hin", sagte Oettinger. Die Firmen müssten selbst für diese Expertise zahlen - und zwar nicht nur beim Bau der Plattformen. "Wenn etwas nachgerüstet wird, müsste auch das neu kontrolliert werden." Die EU-Kommission will die Unternehmen auch bei der Haftung für Schäden stärker in die Pflicht nehmen. Bisher müssen sie nur für Umweltschäden in den Hoheitsgewässern eines Landes zahlen, also bis 22 Kilometer vor die Küste.

Leck offenbar oberhalb der Wasseroberfläche

Im Kampf gegen das Gasleck an einer Förderplattform in der Nordsee ist der Energiekonzern Total einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Das Leck wurde etwa 25 Meter oberhalb der Wasseroberfläche, am Kopf des Bohrlochs lokalisiert.

"Das Leck befindet sich am Kopf der Bohrung - am oberen Ende des Bohrlochs", sagte ein Total-Sprecher. "Es ist nicht unter Wasser. Es gibt kein Gas, das im Meer Blasen schlägt und es ist auch nicht giftig", sagte er. Total wolle das Problem so schnell wie möglich lösen, betonte der Sprecher. "Wir kennen jetzt das Problem", sagte er.

Zur Lösung komme weiterhin eine Entlastungsbohrung oder das Verpressen des Bohrloches mit Schlamm in Betracht. "Wir verfolgen diese Optionen weiter parallel", sagte er. Ob die Erkenntnis, dass das Leck nicht unterhalb des Meeresgrundes liegt, Vorteile bei möglichen Abdichtungsversuchen bringt, wollte Total nicht bestätigen. Bislang ist die Plattform für Menschen gesperrt. Wegen einer weiter brennenden Flamme, mit der überschüssiges Gas in den Rohrsystemen abgefackelt wird, herrscht nach wie vor Explosionsgefahr.

Löschschiffe sind in Stellung gebracht

Unterdessen wurde das wirtschaftliche Ausmaß des Gaslecks für Total deutlicher. Das Unternehmen hatte nach dem Einbruch seines Aktienkurses zwischen sieben und neun Milliarden Euro Marktkapitalisierung verloren. "Das wirkt ein wenig hart", sagte der britische Analyst Jason Kenney von der Bank Santander. Die tatsächlichen Belastungen infolge der Produktionsausfälle und Reparaturkosten dürften sich nach seiner Einschätzung auf 300 bis 800 Millionen Euro belaufen.

Total wies am Donnerstag darauf hin, dass selbst im Falle einer Explosion und einer totalen Zerstörung der Plattform keine weiteren Lecks entstehen würden. Vorsichtshalber seien zwei Feuerwehrschiffe zum Löschen in Stellung gebracht worden. Neben einem Überwachungsschiff mit Unterseetechnik sind dies die einzigen Schiffe, die in die Zwei-Meilen-Sperrzone gelassen werden.

Die über der Plattform lodernde Flamme werde in den nächsten Tagen vermutlich von selbst ausgehen, sobald nicht mehr genügend Gas in den Rohren ist, um sie zu speisen, sagte eine Total-Sprecherin am Donnerstag. Alternativ werde nach Wegen gesucht, sie zu löschen, sollte sie länger brennen.

be/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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