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News des Tages: "Benetton"-Mitbegründer stirbt mit 77 Jahren

Fall Kashoggi: Siemens-Chef Kaeser sagt Besuch in Saudi-Arabien ab +++ Mehrheit der Deutschen laut Umfrage gegen Zeitumstellung +++ Nato-Großmanöver kostet Deutschland 90 Millionen Euro  +++ Die News des Tages.

Gilberto Benetton mit seiner Frau 2003 in Venedig

Gilberto Benetton mit seiner Frau 2003 in Venedig

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Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Vergiftete Babynahrung: Geständiger Erpresser muss mehr als zwölf Jahre in Haft (19.50 Uhr)
  • Wegen Hassnachrichten: Chebli deaktiviert Facebook-Account (16.30 Uhr)
  • Trump will Kürzung der Hilfen für Zentralamerika einleiten (15.17 Uhr)
  • Siemens-Chef Kaeser sagt Teilnahme an Riad-Konferenz ab (14.21 Uhr)
  • Italiens Regierung will trotz Kritik der EU an Haushaltsplan festhalten (13.06 Uhr)

Die News des Tages:

+++ 22.06 Uhr: "Benetton"-Mitbegründer Gilberto Benetton ist tot +++

Einer der Gründer des italienischen Modeunternehmens Benetton, Gilberto Benetton, ist tot. Er sei nach kurzer Krankheit in seinem Haus im norditalienischen Treviso gestorben, teilte die Familie am Montagabend mit. Gilberto hatte zusammen mit seinen drei Geschwistern Luciano, Giuliana und Carlo 1965 die Benetton-Gruppe gegründet. Er starb im Alter von 77 Jahren im Kreise seiner Familie. 

Die Geschwister gehören zu den reichsten Menschen Italiens. Das Magazin "Forbes" schätze Gilbertos Vermögen auf 2,7 Milliarden Dollar. Mittlerweile gehören zu Benetton nicht nur bunte Strickpullover, sondern auch Autobahnbetreiber oder Raststätten. Zuletzt stand die Familie nach dem Brückenunglück von Genua mit 43 Toten in der Kritik. Der Brückenbetreiber Autostrade per l'Italia gehört zur Holding Edizione, deren Vizepräsident Gilberto war. Den Geschwistern wurde vorgeworfen, sich zu spät zu der Katastrophe geäußert zu haben. Zudem war Gilberto Präsident des Betreibers von Autobahn- und Flughafenraststätten, Autogrill. 

Es ist der zweite Todesfall für die Benettons in diesem Jahr: Erst im Juli war Carlo Benetton gestorben.

+++ 21.46 Uhr: Nordseeküste droht Dienstag Sturmflut +++

Die deutsche Nordseeküste muss sich an diesem Dienstag auf eine Sturmflut einstellen. Das Mittag-Hochwasser an der Küste und das Nachmittag-Hochwasser in Hamburg und Bremen wird etwa 1,5 Meter höher erwartet als das mittlere Hochwasser, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am Abend warnte. In Hamburg wird der Höchststand kurz nach 16 Uhr erwartet. Der Deutsche Wetterdienst hat für die Nordseeküste teils schwere Sturmböen bis 100 Stundenkilometer vorhergesagt.

Es handelt sich laut der Prognose nicht um eine schwere Sturmflut, von der man erst ab 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser spricht. In Hamburg kann es bei einer Flut um 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser aber zu einer Überflutung des Fischmarkts kommen.

+++ 19.50 Uhr: Prozess um vergiftete Babynahrung: Epresser muss zwölfeinhalb Jahre in Haft +++

Im Prozess um vergiftete Babynahrung hat das Landgericht Ravensburg einen Supermarkt-Erpresser zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen den 54-Jährigen erging wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchter räuberischer Erpressung, wie das Gericht am Abend mitteilte. Das Gericht folgte der Argumentation der Staatsanwaltschaft, blieb aber unter dem geforderten Strafmaß von 13 Jahren. Der Mann hatte gestanden, Babynahrung in Friedrichshafen am Bodensee vergiftet zu haben, um 11,75 Millionen Euro von Handelsunternehmen zu erpressen.

Oberstaatsanwalt Peter Vobiller sah den Vorwurf des versuchten Mordes in fünf Fällen als erwiesen an. Jedes der Gläser, die der Angeklagte vor rund einem Jahr in Geschäften auslegte, habe eine tödliche Dosis Gift enthalten, sagte er. Nur dank intensiver Polizeiarbeit - "aber wenn man ehrlich ist, auch einer ganz gehörigen Portion Glück" - sei damals kein Kind zu Tode gekommen. Vobiller sah die Mordmerkmale Habgier, Heimtücke und Grausamkeit als gegeben an. 

+++ 18.27 Uhr: Österreich: Polizei schießt auf Auto und schnappt kriminellen 13-Jährigen +++

Ein 13-Jähriger hat sich in Österreich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geleistet, nachdem die Beamten ihm bereits einen Reifen zerschossen hatten. Wie die Polizei mitteilte, könnte der Teenager zudem für zumindest 25 Einbrüche in drei österreichischen Bundesländern verantwortlich sein. Aufgefallen war der Junge, weil er am Morgen in Niederösterreich ein Auto mit laufendem Motor abgestellt hatte.

Die Polizisten forderten den zunächst unbekannten Fahrer auf, auszusteigen. Stattdessen fuhr der 13-Jährige im Rückwärtsgang auf das geparkte Polizeiauto zu. Die beiden Polizisten mussten sich durch Sprünge zur Seite in Sicherheit bringen. Nach einer Kollision fuhr der Junge vorwärts auf einen der Polizisten zu; erneut konnte sich der Polizist nach Darstellung der Ermittler nur mit einem Sprung zur Seite retten.

Da die Beamten durch das rücksichtslose Verhalten von einer gefährlichen Person ausgingen, schossen sie auf die Reifen des Wagens und trafen. Der 13-Jährige setzte seine Flucht zunächst mit plattem Reifen fort, konnte aber kurze Zeit später gestoppt und festgenommen werden. Die Polizei geht davon aus, dass der Junge aus Wien das Fluchtfahrzeug ebenso wie ein weiteres Auto gestohlen hatte. Bei den Einbrüchen, mit denen der Junge nach ersten Ermittlungen in Verbindung gebracht wird, handelt es sich vorwiegend um Einbrüche und Diebstähle in Kioske.

+++ 18.07 Uhr: Afghanistan: Nato-Soldat stirbt bei "Insider-Angriff" ++++

In der westafghanischen Provinz Herat ist ein Nato-Soldat ums Leben gekommen. Zwei weitere Nato-Soldaten seien zudem verletzt worden, teilte die Nato-Mission "Resolute Support" in Kabul mit. Ersten Informationen zufolge handelte es sich um einen so genannten Insider-Angriff durch ein Mitglied der afghanischen Armee. Die Staatsangehörigkeit der Toten nannte die Nato nicht. Sie überlässt dies den Mitgliedsländern. Erst Anfang Oktober war ein US-Soldat von "Resolute Support" in Ostafghanistan ums Leben gekommen. Anfang August waren zudem drei tschechische Nato-Soldaten der Mission bei einem Selbstmordanschlag in Osten Afghanistan getötet worden. 

Die Nato-Mission "Resolute Support" berät und trainiert afghanische Sicherheitskräfte. Daneben sind amerikanische Soldaten im Zuge der Operation "Freedom's Sentinel" in Afghanistan im Einsatz, dem US-Kampfeinsatz gegen Terroristen.

+++ 17.41 Uhr: Dessau: Bauhaus hält an Absage von "Feine Sahne Fischfilet"-Konzert fest +++

Die Stiftung Bauhaus Dessau hält an ihrer Absage an die linke Punkband Feine Sahne Fischfilet fest. Man bedauere, die Öffentlichkeit mit der Absage des Konzerts enttäuscht und das Bauhaus als unpolitisch dargestellt zu haben, hieß es in einer nun verbreiteten Mitteilung. Das Bauhaus hatte ein vom ZDF dort geplantes Konzert der Punkband am 6. November abgelehnt, nachdem rechte Gruppierungen im Internet zum Protest gegen den Auftritt der Musiker aufgerufen hatten.

Die Stiftung habe sich gegen das Konzert entschieden, weil man Neonazis keine Plattform bieten wolle, hieß es. Durch die öffentliche Aufmerksamkeit sei nun das Gegenteil geschehen. "Wir wollen in den kommenden Wochen die Kritik, vor den Rechten eingeknickt zu sein, zum Anlass nehmen, eine öffentliche Debatte darüber zu führen, wie wir uns heute für eine offene Gesellschaft und gegen Ausgrenzung engagieren", teilte die Stiftung mit.

+++ 17.22 Uhr: Nach tödlicher Explosion eines Fahrkartenautomaten: 15-Jähriger und 20-Jähriger in Haft +++

Nach der Explosion eines Fahrkartenautomaten, bei der an einem S-Bahnhof in Halle an der Saale ein 19-Jähriger ums Leben kam, ist Haftbefehl gegen zwei junge Verdächtige erlassen worden. Einem 15-Jährigen aus Halle und einem 20-Jährigen aus dem rund 30 Kilometer entfernten Köthen wird die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen, wie Staatsanwalt Klaus Wiechmann sagte. Der Schüler und der arbeitslose Mann sollen somit leichtfertig den Tod eines Menschen verursacht haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass auch der 19-Jährige aus Halle an der Tat am Samstagabend beteiligt war.

Die beiden Verdächtigen kamen laut Wiechmann in die Jugendanstalt Raßnitz, die zwischen Halle und Leipzig liegt. Sie hätten sich gegenüber der Polizei zu den Tatvorwürfen geäußert. Nähere Angaben machte der Staatsanwalt unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Der 15-Jährige und der 20-Jährige waren von der Polizei kurz nach der Tat festgenommen worden.

+++ 16.47 Uhr: Türkische Behörden finden im Fall Khashoggi verdächtiges Auto +++

Bei den Ermittlungen zur Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat seines Landes hat die türkische Polizei ein Auto des Konsulats in einer Tiefgarage gefunden. Die Ermittler hätten nach dem Fund im Stadtteil Sultangazi von der Staatsanwaltschaft und dem Konsulat Saudi-Arabiens die Genehmigung zur Durchsuchung des Wagens erbeten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag.    

Die Tiefgarage, in der das Auto gefunden wurde, liegt in einem Wohn- und Geschäftsviertel am nördlichen Stadtrand der Metropole rund 15 Kilometer vom Konsulat entfernt. Laut Fernsehbildern handelte es sich bei dem Auto um einen schwarzen Mercedes, dessen grüne Nummernschilder ihn als Fahrzeug des saudiarabischen Konsulats ausweisen. Vor der Tiefgarage versammelten sich in Erwartung einer Durchsuchung zahlreiche Journalisten. 

+++ 16.30 Uhr: Chebli deaktiviert Facebook-Account +++

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (40) hat ihren Facebook-Account wegen einer Vielzahl von Hass-Nachrichten deaktiviert. "Mein Facebook-Account hat sich zu einem Tummelplatz für Nazis und Extremisten aller Couleur entwickelt", sagte die SPD-Politikerin der "Bild"-Zeitung. "Hunderte, manchmal waren es sogar tausende Hassbotschaften unter einem Post. Und zwar unabhängig vom Inhalt. Egal, was ich gepostet habe, es wurde mit Hass und Hetze reagiert." 

Solchen Leuten wolle sie keine Plattform mehr bieten, so Chebli. "Deshalb habe ich mich entschieden, vorerst meinen Facebook-Account zu deaktivieren. Ob und wann ich wieder online gehe, kann ich Stand heute nicht sagen.

+++ 16.23 Uhr: Biber fällt Baum und beschädigt Motorboot +++

Ein Biber hat in Mecklenburg-Vorpommern einen Baum gefällt und damit ein Motorboot beschädigt. Das Tier nagte bei Lübz an einer etwa 20 Meter hohen Pappel am Ufer der Müritz-Elde-Wasserstraße, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Der Baum schlug demnach genau auf der zehn Meter langen Jacht mit zwei Urlaubern auf. Das Pärchen an Bord sei gerade unter Deck gewesen und unverletzt geblieben. Der Vorfall habe sich bereits am 18. Oktober ereignet, sei aber erst später bekannt geworden.

"Da war viel Glück im Spiel", sagte ein Sprecher des Amtes. Der Biber habe den Stamm mit einem Durchmesser von etwa 50 Zentimetern so geschickt "gefällt", dass die Krone auf das Boot fiel. "Die Jacht war zum Glück aus Metall und konnte noch aus eigener Kraft nach Westen nach Parchim weiterfahren", sagte der Sprecher. Der Schaden wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

+++ 15.48 Uhr: Sprengsatz in Berliner Bar explodiert +++

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg haben Unbekannte einen Sprengsatz in eine Bar geworfen. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Inventar des Lokals durch die Detonation am Morgen schwer beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Bar liegt in der Oranienstraße, einer beliebten Ausgehstraße.     Nach Polizeiangaben schlugen die Täter gegen 04.30 Uhr mit einem Werkzeug ein Loch in die Fensterscheibe der Bar. Der durch dieses Loch geworfene Sprengsatz sei unmittelbar detoniert. Die Angreifer flohen. Nun ermittelt ein Fachkommissariat des Landeskriminalamts.

+++ 15.32 Uhr: Sieben Jahre Haft für somalischen Piraten +++

Wegen der Entführung eines Öltankers vor der Küste von Somalia hat das Landgericht Zweibrücken einen Seepiraten zu sieben Jahren Haft verurteilt. Das Gericht verhängte die Strafe gegen den 35-Jährigen unter anderem wegen eines Angriffs auf den Seeverkehr und erpresserischen Menschenraubes, wie ein Sprecher berichtete. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Gefängnis gefordert, die Verteidigung hielt eine Haftstrafe von maximal sechs Jahren für ausreichend.

Der Mann war später als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und aufgrund seiner Fingerabdrücke als möglicher Mittäter an der Schiffsentführung im Mai 2012 identifiziert worden. Damals hatten mit Panzerfäusten bewaffnete Piraten den griechischen Öltanker an der Küste vor dem ostafrikanischen Land in ihre Gewalt gebracht. Sie entführten die Besatzung und hielten diese gefangen, bis die Reederei im März 2013 Lösegeld zahlte. Laut Anklage gehörte der nun verurteilte Mann zur Führungsebene der Piraten und erhielt rund 100.000 US-Dollar (etwa 86.500 Euro) vom Lösegeld.

Auch wenn Somalia der Tatort war, konnte der Fall in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden. Das gilt für schwere Verbrechen, die sich gegen das Völkerrecht richten oder gegen international geschützte Rechtsgüter. Dazu zählt unter anderem auch Seepiraterie.

+++ 15.17 Uhr: Trump will Kürzung der Hilfen für Zentralamerika einleiten +++

Als Reaktion auf die Flucht von tausenden Migranten aus Zentralamerika in Richtung Vereinigte Staaten hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, mit der Kürzung von Entwicklungshilfe für mehrere Länder der Region zu beginnen. Seine Regierung werde nun eine Streichung oder "substanzielle" Reduzierung der Hilfen für Guatemala, Honduras und El Salvador einleiten, kündigte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter an. Er warf den drei Ländern vor, sie hätten dabei versagt, Menschen am Verlassen ihrer Heimat und an der illegalen Einreise in die USA zu hindern.

INF-Vertrag: Trump kündigt Austritt aus Atom-Abrüstungsvertrag an

+++ 14.59 Uhr: Politik und Wirtschaft warnen vor Folgen von Fahrverboten in Mainz +++

Kurz vor der Gerichtsverhandlung um ein mögliches Diesel-Fahrverbot in Mainz haben Stadt und Wirtschaft eindringlich vor den Folgen gewarnt. Ein Verbot würde die Mobilität massiv einschränken und das Problem nicht lösen, erklärte der Oberbürgermeister der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt, Michael Ebling (SPD). Am kommenden Mittwoch (24. Oktober) beschäftigt sich das Mainzer Verwaltungsgericht mit einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die Stadt Mainz wegen deren Plan zur Luftreinhaltung und zu hoher Schadstoffwerte. 

Das Beispiel Hamburg, wo zwei Straßenabschnitte schon für Diesel-Fahrzeuge tabu sind, habe gezeigt, dass sich der Verkehr nur verlagere, zudem werde Ende 2019 voraussichtlich auch an der letzten kritischen Messstation der europäische Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) unterschritten, sagte Ebling. Dieser liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen, Günter Jertz, nannte ein mögliches Fahrverbot in Mainz "einen Schlag ins Gesicht der Wirtschaft".

+++ 14.21 Uhr: Siemens-Chef Kaeser sagt Teilnahme an Riad-Konferenz ab +++

Nach internationaler Empörung über den mutmaßlichen Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi hat Siemens-Chef Joe Kaeser einen Besuch in Saudi-Arabien abgesagt. Dies teilte er via Twitter mit. Am Dienstag findet in dem Land eine große Wirtschaftskonferenz statt.

+++ 13.32 Uhr: Umweltministerium: Können Fahrverbote nicht untersagen +++

Die Bundesregierung kann Diesel-Fahrverbote auch in Städten mit einer nur geringen Überschreitung der EU-Grenzwerte für Luftverschmutzung nicht untersagen. Das stellte das Umweltministerium in Berlin klar. "Am Ende entscheidet eine Kommune selbst, ob sie ein Fahrverbot verhängt oder nicht", sagte ein Sprecher von Ministerin Svenja Schulze (SPD). Eine geplante Gesetzesänderung solle für Städte, die den Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter im Jahresmittel um höchstens 25 Prozent überschreiten, "Klarheit bei der Verhältnismäßigkeit" schaffen.

Die große Koalition hatte Anfang Oktober angekündigt, für Städte mit mehr als 50 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter einheitliche Regelungen im Bundesimmissionsschutzgesetz zu treffen. Am Sonntagabend bekräftigte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dies nochmals.

+++ 13.17 Uhr: Saudi-Arabien exekutiert drei Staatsbürger wegen Mordes +++

In Saudi-Arabien sind drei Männer wegen des Mordes an fünf Indern zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Das Trio habe die Opfer auf einer Farm in der Provinz Katif, im Osten des Landes, zu Tode geprügelt, teilte das saudische Innenministerium mit. Die fünf Inder seien zuvor betäubt worden, anschließend hätten die Täter Geld und Handys ihrer Opfer gestohlen und die Körper in einem Erdloch begraben. 

Die drei verurteilten saudischen Staatsbürger hätten sich zudem schuldig gemacht, Alkohol zu produzieren und zu verkaufen sowie Drogen zu nehmen, hieß es in der Mitteilung des Innenministeriums. 

In diesem Jahr sind bereits 100 Menschen in Saudi-Arabien hingerichtet worden. Im Vorjahr waren es 122 Menschen, 2016 sogar 144. Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit langem die Todesurteile in dem ultra-konservativen Königreich.

+++ 13.06 Uhr: Italiens Regierung will trotz Kritik der EU an Haushaltsplan festhalten +++

Die italienische Regierung will der Aufforderung der EU zur Änderung ihrer Haushaltsplanung nicht nachkommen. Der Budgetentwurf für 2019 bleibe unverändert, allerdings werde seine Regierung die selbst gesetzten Grenzen bei der Neuverschuldung nicht überschreiten, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte in Rom. Die EU hatte ihre Forderung nach Budget-Änderungen vor allem mit der geplanten Neuverschuldung begründet.

+++ 12.27 Uhr: Eltern getötet und eingemauert - Mann und Ehefrau angeklagt +++

Sie wurden erschlagen und ihre Leichen eingemauert: Nach dem grausigen Tod eines Ehepaars aus der Nähe von Nürnberg hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Sohn und dessen Frau erhoben. Wie die Behörde am Montag mitteilte, sollen die beiden erst versucht haben, die 66 Jahre alte Mutter des Mannes zu vergiften. 

Als dies scheiterte, habe der Sohn Mitte Dezember 2017 seine im Bett liegende Mutter mit einem Hammer umgebracht. Dann soll der Mann auch seinen 70-jährigen Vater erschlagen haben. In dem Haus in Schnaittach lebten sowohl das Elternpaar als auch dessen Sohn und seine Ehefrau.

In den Tagen nach der Tat sollen der 26-Jährige und seine 22 Jahre alte Frau die Leichen der Eltern in einem Nebenraum der Garage eingemauert haben und den Tatort renoviert haben, um Spuren zu beseitigen. Ende Dezember meldeten die beiden die Eltern bei der Polizei als vermisst; einen Tag später heirateten sie. Auf Facebook und über einen regionalen TV-Sender starteten sie einen Suchaufruf.

+++ 12.13 Uhr: Bundesregierung will mit saudiarabischem Botschafter über Khashoggi sprechen +++

Die Bundesregierung will mit dem saudiarabischen Botschafter über den Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi sprechen. Es habe am Wochenende Kontakte mit dem saudiarabischen Vertreter gegeben und ein Gespräch solle terminiert werden, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, in Berlin. Die Bundesregierung stehe im engen Kontakt mit Großbritannien, Frankreich und der EU, was das weitere Vorgehen betreffe. Regierungssprecher Steffen Seibert wiederholte die Einschätzung, dass die bisherigen Darlegungen aus Riad zum Fall Khashoggi nicht ausreichend seien. Die Bundesregierung erwarte, dass die Angelegenheit "gründlich, glaubhaft und transparent" aufgeklärt werde.

+++ 12.11 Uhr: CSU und Freie Wähler arbeiten mit Hochdruck für eine Koalition +++

Die CSU und die Freien Wähler arbeiten weiter mit Hochdruck an der Vorbereitung einer schwarz-orangen Koalition in Bayern. Am heutigen Tag standen unter anderem die Themen Wirtschaft, Energie, Gesundheit und Pflege auf der Tagesordnung er Koalitionsverhandlungen. Über die konkreten Inhalte und mögliche Zwischenergebnisse drang zunächst nichts nach draußen, alle Verhandler hielten sich an das abgesprochene Stillschweigen. Erst an diesem Dienstagmittag wollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger über die Zwischenergebnisse der Verhandlungen informieren. 

Video: CSU und Freie Wähler beginnen Koalitionsverhandlungen

Die CSU ist nach dem Verlust ihrer absoluten Mehrheit bei der bayerischen Landtagswahl künftig auf einen Koalitionspartner angewiesen. Seit vergangenen Freitag verhandelt sie nun mit den Freien Wählern über ein Regierungsbündnis. Der Zeitdruck ist hoch: Spätestens am 12. November muss die Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag sein, bis dahin sollte ein Koalitionsvertrag stehen. Söder und Aiwanger wollen allerdings deutlich schneller fertig werden.

+++ 12.00 Uhr: Schwerer Herbststurm steht bevor +++

Nach Sturmtief "Fabienne" vor vier Wochen steht Deutschland der nächste große Herbststurm bevor. Vor allem auf den Nordfriesischen Inseln drohen von Dienstag an orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Auch an der Küste und in den höheren Mittelgebirgslagen bläst der Wind in den kommenden Tagen mit einer Stärke von 8 bis 9.

Zugleich gehen die Temperaturen weiter zurück auf Werte zwischen 9 und 14 Grad. Nur am Oberrhein werden noch 17 Grad erwartet. An den Alpen gibt es Dauerregen, oberhalb von 1800 bis 2000 Meter Schnee. Mindestens bis Donnerstag bleibt es im Norden und Osten sehr windig mit einzelnen starken Böen. Ursache ist das Tiefdruckgebiet "Sieglinde", das bei Island entstanden ist. Es zieht im Laufe der Woche nach Südskandinavien und zum Baltikum. "Dabei bringt es eine recht stramme Nordwestströmung mit", sagte eine DWD-Meteorologin.

"Fabienne" war Ende November mit Starkregen und Sturmböen über Deutschland hinweggezogen und hatte vor allem in Thüringen und Sachsen große Schäden hinterlassen.

+++ 11.36 Uhr: Gymnasiast bedroht Lehrerin mit Softair-Waffe - Verfahren eingeleitet +++

Ein französischer Gymnasiast, der seine Lehrerin mit einer Waffe bedrohte, muss harte Konsequenzen fürchten: Die Staatsanwaltschaft in Créteil bei Paris eröffnete am Sonntagabend ein Ermittlungsverfahren wegen "schwerer Gewalt" gegen den 15-Jährigen. Nach einem Bericht der Zeitung "Le Parisien" drohen ihm nach Jugendstrafrecht 40 Monate Haft. Bei der Waffe handelt es sich nach Angaben der Justiz um eine Softair-Pistole, die bei Geländespielen eingesetzt wird und Verletzungen verursachen kann.    

Auf dem von Klassenkameraden des Schülers gefilmten Handyvideo ist zu sehen, wie der Schüler die Pistole auf den Kopf der Lehrerin richtet. Er fordert sie auf, ihn als "anwesend" einzutragen statt als "abwesend". Hinter ihm macht ein Mitschüler abfällige Gesten, in der Klasse ist Gekicher zu hören. Der Vorfall ereignete sich in dem Vorort Créteil am südöstlichen Stadtrand von Paris in dem Gymnasium Édouard Branly, das bisher keinen schlechten Ruf hatte.    

Das in sozialen Netzwerken verbreitete Video sorgte in Frankreich am Wochenende für Empörung bis an die Staatsspitze: Präsident Emmanuel Macron erklärte auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter, er habe das Innen- und Bildungsministerium angewiesen, "alle Maßnahmen zu ergreifen, damit die Tat bestraft wird" und sich ein solcher Vorfall an Schulen nicht wiederhole. Der 15-Jährige gab bei einer ersten Polizeibefragung an, der Überfall auf die Lehrerin sei nur "ein Spaß" gewesen. Er habe nicht gewusst, dass er gefilmt werde.

+++ 11.34 Uhr: Konsulatmitarbeiter sagen zum Tod Khashoggis aus +++

Die Türkei ermittelt weiter mit Hochdruck im Fall des im Istanbuler Konsulat getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Fünf Zeugen seien von mehreren Staatsanwälten in Istanbul verhört worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Dabei handele es sich um Konsulatsmitarbeiter. Mehr als 20 weitere Zeugen, darunter Türken und Ausländer, würden im Laufe des Tages noch befragt. Bereits am Vortag hatte der Sender NTV von einer Vorladung berichtet. 

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte nach Angaben von Anadolu am späten Sonntagabend mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Die beiden seien übereingekommen, den Fall Khashoggi von allen Seiten zu beleuchten. Für Dienstag hat Erdogan eine Erklärung zum Tod Khashoggis angekündigt. 

Saudi-Arabien hatte unter massivem Druck eingeräumt, dass Khashoggi Anfang des Monats im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden war. Nach offizieller Darstellung kam der regimekritische Journalist bei einer Schlägerei ums Leben. An der Version gibt es aber erhebliche Zweifel. Türkische Ermittler gehen nach Medienberichten davon aus, dass Khashoggi von einem saudischen Einsatzkommando im Konsulat gefoltert und ermordet wurde.

+++ 11.24 Uhr: Kipping: "An Regime wie Saudi-Arabien dürfen keine Rüstungsgüter geliefert werden" +++

Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping hat ein komplettes Aus für Waffenlieferungen an Saudi-Arabien gefordert. "Es reicht nicht, genehmigte und künftige Exporte auf Eis zu legen", sagte Kipping der Nachrichtenagentur AFP. "An ein Regime wie Saudi-Arabien dürfen keine Rüstungsgüter geliefert werden, punktum."    

Die Bundesregierung lehnt nach dem gewaltsamen Tod des Journalisten Jamal Khashoggi weitere Rüstungsexporte an Saudi-Arabien vorerst ab. Waffenlieferungen könne es nicht geben "in dem Zustand, in dem wir momentan sind", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntagabend.

Der Fall Kashoggi bringe die große Koalition "massiv in Bedrängnis", sagte Kipping. "SPD und Union haben ihre Zusagen aus dem Koalitionsvertrag gebrochen und weiter ausgiebig Rüstungsexporte nach Saudi Arabien genehmigt." Die Koalitionsparteien hatten sich darauf verständigt, Rüstungsexporte an Länder zu beenden, die wie Saudi-Arabien an dem gewaltsamen Konflikt im Jemen beteiligt sind.

+++ 11.09 Uhr: Minister: Saudi-Arabien will Öl nicht als politische Waffen einsetzen +++

Im Konflikt um den getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi will Saudi-Arabien eigenen Angaben zufolge sein Öl nicht als politische Waffe einsetzen. Es gebe keinen Plan, wie 1973 die Ölfördermengen zu drosseln, sagte der saudische Ölminister Chalid al-Falih in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der russischen Agentur Tass. Zugleich schloss er jedoch Ölpreissteigerungen im Zuge der Iran-Sanktionen nicht aus. 

Saudi-Arabien hatte unter massivem Druck eingeräumt, dass Khashoggi Anfang des Monats im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden war. Nach offizieller Darstellung kam der regimekritische Journalist bei einer Schlägerei ums Leben. An der Version gibt es aber erhebliche Zweifel. In westlichen Ländern waren wegen des Falles Rufe nach Sanktionen gegen Saudi-Arabien zu hören. Auf diese könnte das Land mit einer Drosselung der Ölförderung reagieren. 

Deutsche Rüstungsexporte: Getöteter Journalist: Merkel will Waffenlieferungen an Saudi-Arabien stoppen

Al-Falih erklärte, der Vorfall werde vorbeigehen. Saudi-Arabien sei ein verantwortungsvolles Land, dass seit Jahrzehnten das Öl von der Politik trenne. Allerdings wollte er nicht ausschließen, dass der Ölpreis wegen der Iran-Sanktionen auf über 100 Dollar steige. "Ich kann (...) keine Garantie geben, weil ich nicht vorhersagen kann, was mit anderen Anbietern passiert", sagte Al-Falih. Saudi-Arabien könne die Förderung hochfahren. Sollte jedoch eine Lücke von drei Millionen Barrel am Tag entstehen, könne sein Land diese nicht schließen.

+++ 10.52 Uhr: Rechtsextreme nutzen russische Netzplattform vk.com +++

Rechtsextreme weichen nach Erkenntnissen der Zentralstelle jugendschutz.net angesichts verstärkter Kontrollen sozialer Netzwerke zunehmend auf die russische Netzplattform vk.com aus. Dieses Angebot gelte in der Szene als "sicherer Hafen", da der Betreiber strafrechtlich relevante Inhalte selten lösche.  Mittlerweile sei dort "das gesamte Spektrum des Rechtsextremismus" vertreten, heißt es in einem Bericht, der in Mainz veröffentlicht wurde. Ohne Alterskontrolle könnten dort auch "rechtsextreme Tötungsvideos" abgerufen werden. 

Das seit einem Jahr wirksame Netzwerkdurchsetzungsgesetz habe rechtsextreme Akteure veranlasst, alternative Plattformen zu suchen, erklärte jugendschutz.net. Das gemeinnützige Unternehmen, das am Montag von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) besucht wurde, wurde 1997 in Mainz als Einrichtung der Bundesländer gegründet.

+++ 10.44 Uhr: TV-Blackout abgewendet: Handball-WM 2019 live bei ARD und ZDF +++

Die Heim-Weltmeisterschaft der deutschen Handballer wird im kommenden Januar im frei empfangbaren Fernsehen übertragen. ARD und ZDF haben sich mit der Sportmarketingagentur Lagardère Sports auf eine Übertragung der TV-Rechte für das Turnier verständigt, wie die öffentlich-rechtlichen Sender mitteilten. Damit wird eine Handball-WM erstmals seit 2013 in Deutschland wieder live im Free-TV zu sehen sein. "Handball ist eine großartige Mannschaftssportart. Viele von uns erinnern sich noch bestens an das Wintermärchen, die Heim-WM 2007, als Deutschlands Handballer im eigenen Land Weltmeister wurden", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut.

Das ZDF wird unter anderem das WM-Eröffnungsspiel der deutschen Mannschaft am 10. Januar (18.15 Uhr) in Berlin gegen Korea live übertragen. Die ARD steigt am 14. Januar mit der Partie gegen Russland in die Live-Berichterstattung ein. 

Darüber hinaus sicherten sich ARD und ZDF bereits die TV-Rechte für die Handball-Weltmeisterschaften 2021, 2023 und 2025 sowie für die Europameisterschaften 2020, 2022 und auch die EM 2024 in Deutschland. "Wir freuen uns sehr, dass die Handball-Weltmeisterschaften den Weg zurück ins frei empfangbare Fernsehen gefunden haben und wir auch weiterhin über die Handball-Europameisterschaften live, kompetent und umfassend berichten können", sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm.

+++ 10.30 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Untergang von Flüchtlingsboot vor türkischer Küste +++

Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der türkischen Küste sind am Montag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte retteten nach dem Unglück vor der Küste von Bodrum im Südwesten der Türkei zunächst 17 Flüchtlinge, wie die Küstenwache mitteilte. Drei weitere Menschen, die selbst ans Ufer geschwommen waren, wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Zwei Flüchtlinge seien aber später im Krankenhaus gestorben.    

Die Rettungskräfte suchten noch nach mehreren Vermissten. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu und der Sender NTV berichtete, waren fast 30 Menschen auf dem Boot. Die Flüchtlinge wollten demnach vermutlich auf die griechische Inseln Kos gelangen. Zur Nationalität der Flüchtlinge äußerten sich die türkischen Behörden nicht.

+++ 10.19 Uhr: Palästinensischer Angreifer von israelischen Soldaten erschossen +++

Israelische Soldaten haben nach Armeeangaben einen Attentäter in Hebron im besetzten Westjordanland erschossen. Der Mann habe einen Soldaten mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt, teilte die Armee mit. Soldaten hätten daraufhin auf ihn geschossen. Das Gesundheitsministerium in Ramallah bestätigte den Tod des Palästinensers. Nach Angaben der Armee fand der Angriff nahe der Patriarchengräber (Ibrahimi-Moschee) statt. Die religiöse Stätte ist für Juden, Christen und Muslime heilig - und heute in eine Moschee und eine Synagoge aufgeteilt.

Hebron oder auf Arabisch Al-Chalil ("der Freund" oder "der Liebhaber") im Süden des Westjordanlands hat rund 210.000 Einwohnern. Die Palästinensische Autonomiebehörde kontrolliert einen Teil der Stadt, Israel den anderen. In dem von Israel kontrollierten Teil leben 800 jüdische Siedler inmitten von etwa 50.000 Palästinensern - dort befinden sich auch die Patriarchengräber.

+++ 9.42 Uhr: Trudeau: Zusammenarbeit mit Trump "nicht immer einfach" +++

Die Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump ist für den kanadischen Premierminister Justin Trudeau "nicht immer einfach". "Er weiß es und ich weiß es auch", sagte Trudeau am Sonntagabend in einem Fernsehinterview über sein schwieriges Verhältnis zu Trump. Trump und er seien bei vielen Themen nicht einer Meinung und es sei "manchmal schwer, Gemeinsamkeiten zu finden". Beide hätten aber geschafft, dies "ganz gut" zu meistern.    

Die Spannungen zwischen Trump und Trudeau waren nach dem G7-Gipfel im Juni eskaliert, als der US-Präsident den kanadischen Regierungschef im Streit um US-Strafzölle als "sehr unehrlich und schwach" beschimpft hatte.    

Trudeau begrüßte nun die Einigung auf das neue USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA), das auf Betreiben des US-Präsidenten das fast 25 Jahre alte Nafta-Handelsabkommen ersetzen soll. Trudeau sagte, er habe in den wochenlangen Verhandlungen sein Ziel erreicht, sich "für die Kanadier einzusetzen".

+++ 9.40 Uhr: Zehn Tote und knapp 3000 Verletzte nach Wildunfällen in Deutschland +++

Wildunfälle auf Deutschlands Straßen haben im vergangenen Jahr zehn Menschen das Leben gekostet. 606 Menschen wurden schwer und 2308 leicht verletzt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. 

Die meisten der insgesamt 2551 Wildunfälle mit Personenschaden gab es 2017 in Bayern und Niedersachsen, dabei wurden jeweils zwei Menschen getötet - die wenigsten naturgemäß in Stadtstaaten wie Bremen und Hamburg. Im Oktober ereigneten sich die meisten Wildunfälle (282), die wenigsten im Februar (124). 

Seit 1991 bewegt sich die Zahl der Wildunfälle mit Personenschaden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zwischen 2249 und 2931. Die meisten Menschen starben durch solche Unfälle im Jahr 1994: 49 Opfer waren damals zu beklagen. Die wenigsten Verkehrstoten durch Wild gab es im Jahr 2013, als es 7 Opfer gab. Welche Wildtiere in die Unfälle verwickelt waren, wird in der Statistik nicht erfasst.

+++ 9.29 Uhr: Bremsprobleme am Unglückszug in Taiwan +++

Das schwere Zugunglück in Taiwan mit mindestens 18 Toten ist möglicherweise durch Bremsversagen ausgelöst worden. Der Lokführer des Puyuma-Expresszugs habe etwa eine halbe Stunde vor dem Unglück am Sonntagnachmittag seine Zentrale mehrere Male kontaktiert und um technische Hilfe wegen eines Problems mit dem Bremssystem gebeten, sagte ein Technischer Leiter der Eisenbahnbehörde vor der Presse in Taipeh. Weitere Einzelheiten wurden zunächst noch nicht bekannt.

Der Zug mit 366 Menschen an Bord war am Sonntag in der östlichen Stadt Suao entgleist. 187 Menschen wurden verletzt. Sechs Menschen wurden tot aus einem Waggon geborgen, neun weitere Leichen lagen außerhalb des Zugs, drei Menschen starben im Krankenhaus. Das jüngste Opfer war neun Jahre alt. Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen besuchte am Montag die Unglücksstelle. Es war das schwerste Eisenbahnunglück auf der Insel seit 1991.

+++ 9.11 Uhr: Umfrage: Grüne mit 21 Prozent an zweiter Stelle hinter Union und vor AfD +++

Die Grünen können ihren Aufschwung in den Umfragen weiter fortsetzen. Laut einer veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und n-tv stieg ihr Wert im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 21 Prozent. Damit liegt nur noch die Union mit aktuell 27 Prozent vor den Grünen. Allerdings geht die Mehrheit der Bundesbürger davon aus, dass der grüne Höhenflug nicht von Dauer ist.    

Die AfD kommt in der Umfrage auf 15 Prozent, die SPD auf 14, FDP und Linke auf neun Prozent. Fünf Prozent würden eine Kleinpartei wählen und 26 Prozent aller Wahlberechtigten sind unentschlossen oder würden nicht wählen gehen.     Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass "der Höhenflug der Grünen bald wieder zu Ende sein wird". Lediglich ein Drittel denkt, dass die Grünen die SPD dauerhaft als Volkspartei ablösen werden.

+++ 9.08 Uhr: Bundesländer fordern mehr EU-Fördergelder für heimische Stahlindustrie +++

Eine Allianz mehrerer Bundesländer fordert mehr EU-Fördergelder für die Entwicklung klimaschonender Technologien in der Stahlindustrie. Wie das "Handelsblatt" und die "Süddeutsche Zeitung" am Montag berichteten, wollen sich sechs Länder bei der EU-Kommission und der Bundesregierung für Entlastungen im Emissionsrechtehandel einsetzen. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die auf dem am Montagnachmittag in Saarbrücken beginnenden Nationalen Stahlgipfel verabschiedet werden soll.    

Konkret geht es um die Länder Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland selbst. "Die Stahlindustrie ist eine wichtige Grundstoffindustrie, die für viele nachgelagerte Herstellungsprozesse eine wichtige Bedeutung hat", zitierte das "Handelsblatt" die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD), die zu dem Gipfel einlädt. "Wer Re-Industrialisierung will, braucht dafür eine global wettbewerbsfähige Stahlindustrie."

+++ 8.37 Uhr: US-Sängerin Abdul fällt von der Bühne ins Publikum +++

Schrecksekunde für Paula Abdul und ihre Fans: Die US-Sängerin ("Straight Up") ist am Wochenende bei einem Konzert in Biloxi (US-Bundesstaat Mississippi) von der Bühne gefallen, wie ein Video im Internet zeigt. Die auch als Schauspielerin erfolgreiche 56-Jährige sang gerade den 90er-Jahre-Song "The Promise Of A New Day", als sie dem Bühnenrand immer näher kam und schließlich kopfüber ins Publikum fiel. Die Fans kreischten kurz auf, dann brach das Video ab. "Sie hat sich offenbar nicht verletzt und das Konzert wie ein Champion beendet", sagte der Zuschauer, der das Video nach eigenen Angaben gefilmt hatte, dem US-Portal "People".

+++ 8.17 Uhr: Zehn Verkehrstote bei Wildunfällen in 2017 +++

2017 sind in Deutschland zehn Menschen bei Wildunfällen ums Leben gekommen. Dies geht aus Angaben des Statistischen Bundesamts hervor. Demnach wurden außerdem 606 Personen schwer- und 2308 Personen leicht verletzt. 

Die meisten der insgesamt 2 551 Wildunfälle mit Personenschaden gab es 2017 in Bayern (471 Unfälle mit Personenschaden, bei denen 2 Menschen getötet wurden) und Niedersachsen (355 Unfälle, 2 Getötete), die wenigsten in den Stadtstaaten Bremen (0 Unfälle) und Hamburg (2 Unfälle, keine Getöteten).

+++ 7.51 Uhr: Grünen-Chefin Baerbock: Auch genehmigte Rüstungsexporte an Saudi-Arabien auf Eis legen +++

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat nach der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi die Bundesregierung aufgefordert, auch bereits genehmigte Rüstungsexporte an Saudi-Arabien auf Eis zu legen. "Das würde Saudi-Arabien richtig, richtig treffen", sagte Baerbock im ZDF-"Morgenmagazin". Die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich am Sonntagabend für einen vorläufigen Stopp von Rüstungsexporten an Saudi-Arabien ausgesprochen hatte, kritisierte Baerbock als zu vage.    

"Eigentlich hatte die große Koalition schon im Koalitionsvertrag angekündigt, dass es keine Rüstungsexporte mehr nach Saudi-Arabien gibt", sagte die Grünen-Chefin. Dies sei auch eine Vorgabe aus den europäischen Rüstungsexportrichtlinien. Trotzdem seien erst kürzlich wieder Ausfuhren an Saudi-Arabien genehmigt worden.

Deutsche Rüstungsexporte: Getöteter Journalist: Merkel will Waffenlieferungen an Saudi-Arabien stoppen

+++ 7.18 Uhr: Harry und Meghan mit separatem Programm in Australien +++

Prinz Harry und Meghan sind am Montag auf ihrer Pazifikreise eigene Wege gegangen. Kurz nach ihrer Landung auf dem Flughafen von Hervey Bay im australischen Bundesstaat Queensland eilte der Prinz zu einem wartenden Boot, das ihn zu einem Treffen mit Ureinwohnern auf der Sandinsel Fraser Island bringen sollte. Seine im vierten Monat schwangere Frau fuhr derweil zum Ausspannen in ein Luxus-Resort auf der gleichen Insel. Der Kensington Palast in London hatte schon am Sonntag mitgeteilt, dass die Herzogin von Sussex nun etwas kürzer treten würde.

+++ 6.59 Uhr: Ausgangssperre nach tödlicher Gewalt in Nigeria verhängt +++

Nach tödlichen Zusammenstößen zwischen jungen Christen und Muslimen in Nigeria haben die Behörden in der Stadt Kaduna eine 24-stündige Ausgangssperre verhängt. Mit der Maßnahme solle die Situation unter Kontrolle gebracht werden, erklärte Gouverneur Nasir Al-Rufai. Er rief die Bewohner von Kaduna zur Friedfertigkeit auf. Bei der Gewalt in Kaduna wurden in den vergangenen Tagen mindestens 55 Menschen getötet. Die Kämpfe zwischen Angehörigen der muslimischen Volksgruppe der Hausa und der christlichen Volksgruppe der Adara hatten am Donnerstag nach einem Streit auf einem Markt begonnen. Zunächst soll es zwei Tote gegeben haben. Später sollen junge Adara Hausa angriffen, Häuser niedergebrannt und Dutzende Menschen getötet haben.

+++ 6.04 Uhr: Mehrheit der Deutschen laut Umfrage gegen Zeitumstellung +++

Eine große Mehrheit der Deutschen will die Abschaffung der Zeitumstellung. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach sind 80 Prozent der Befragten der Meinung, dass das Drehen an den Uhren überflüssig ist und abgeschafft werden sollte. Mehr als jeder Vierte berichtet laut DAK von gesundheitlichen Problemen bei der Umstellung auf die Winterzeit.

+++ 5.14 Uhr: Beteiligung an Nato-Großmanöver kostet Deutschland 90 Millionen Euro +++

Die Beteiligung der Bundeswehr am Nato-Großmanöver "Trident Juncture" wird die deutschen Steuerzahler rund 90 Millionen Euro kosten. Gut die Hälfte der Summe fließt ins Gastgeberland Norwegen, wo unter anderem für die Verpflegung und Bereitstellung von Feldlagern bezahlt werden muss. Der Rest ist für den Hin- und Rücktransport von Personal und Material eingeplant, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Verteidigungsministerium erfuhr.

+++ 5 Uhr: Trotz Verbots landet Beifang offenbar weiter im Meer +++

Um unerwünschten Beifang in der Fischerei zu reduzieren, hatte die EU 2013 ein Rückwurfverbot beschlossen. Aktuelle Daten des Internationalen Rates für Meeresforschung (Ices) legen nun aber nahe, dass das Verbot, das seit 2015 schrittweise, aber verbindlich eingeführt wird, offenbar nicht greift. Die Forscher haben im Jahr 2017 für die Dorschfischerei in der östlichen Ostsee mindestens 11,2 Prozent Beifänge ausgemacht. Beim Kabeljau in der Nordsee waren es rund 19 Prozent. "Die Ices-Daten zeigen, dass sich das Rückwurfverhalten kaum verändert hat", sagt der Direktor des Thünen-Instituts für Ostseefischerei, Christopher Zimmermann. Auch wenn die unbeabsichtigt gefangenen Fische wieder ins Meer geworfen werden, sterben sie meist an ihren Verletzungen.

+++ 4.46 Uhr: Oettinger warnt im Fall Khashoggi vor überstürzten Reaktionen +++

Nach dem Tod des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat sich EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) gegen einen sofortigen vollständigen Stopp von Waffenexporten in das Königreich ausgesprochen. Zwar könnten Entscheidungen über "einzelne Rüstungsexporte" zurückgestellt werden, sagte Oettinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Eine grundsätzliche Entscheidung sollte man aber erst treffen, wenn eine umfassende Aufklärung geschehen ist - oder wenn man Vertuschung bei den Saudis vermuten muss." Saudi-Arabien habe zwar eine "Tötung" Khashoggis zugegeben, sagte der CDU-Politiker. "Aber es ist noch nicht klar, ob es ein gemeiner Mord war." Es bestehe weiter Bedarf, "den Ablauf des möglichen Verbrechens aufzuklären".

+++ 4.29 Uhr: Fußboden gibt unter Partygästen nach - 30 Verletzte +++

Eine Studentenparty in den USA hat ein jähes Ende im Keller des Tanzlokals genommen - mit über 30 Verletzten. Als die jungen Menschen fröhlich tanzten und sprangen, brach der Boden unter ihren Füßen weg, berichtete der Sender CBS über die Ereignisse an der Clemson Universität im US-Staat South Carolina. Wie viele Studenten zu der Party gekommen waren, konnte vorerst nicht ermittelt werden. Die meisten der Opfer erlitten Knochenbrüche.

+++ 3.23 Uhr: Australien entschuldigt sich bei Opfern sexuellen Missbrauchs +++

Australiens Regierungschef Scott Morrison hat sich offiziell bei Opfern von sexuellem Kindesmissbrauch in Institutionen wie der katholischen Kirche entschuldigt. Das Land müsse die "verlorenen Schreie unserer Kinder" anerkennen und sich dafür entschuldigen. "Heute steht Australien vor einem Trauma, einer Abscheulichkeit, die zu lange trotz ihrer Augenscheinlichkeit übersehen wurde", sagte Morrison vor dem Parlament, in dem sich auch hunderte von Opfern und deren Familien eingefunden hatten. Australien habe lange "nicht zugehört, nicht geglaubt und keine Gerechtigkeit geboten". Den Opfern, Eltern, Familien und auch nicht gehörten Informanten sprach er öffentlich eine Entschuldigung aus: "Sorry."

Eine Kommission hatte im Vorjahr nach fünf Jahre dauernden Untersuchungen festgestellt, dass geschätzt rund 60 000 Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch in australischen Institutionen wurden und Anspruch auf Entschädigung haben. Zu den Einrichtungen gehört auch die katholische Kirche.

+++ 2.03 Uhr: Hurrikan der Stärke 3 steuert auf Mexiko zu +++

Ein Hurrikan der Stärke 3 hat sich im Pazifik gebildet und nähert sich Mexiko. Hurrikan "Willa" erreichte Windgeschwindigkeiten von 185 Stundenkilometern und dürfte bald auf die zweithöchste Kategorie 4 hochgestuft werden, wie das US-Hurrikan-Zentrum (NHC) mitteilte. Der Wirbelsturm befand sich zu diesem Zeitpunkt rund 400 Kilometer südwestlich von Cabo Corrientes an der Westküste Mexikos. Er dürfte am Dienstagabend Mexiko erreichen. 

+++ 0.01 Uhr: US-Polizei entdeckt mehr als 60 Föten in Bestattungshaus in Detroit +++

Die US-Polizei hat laut Medienberichten in einem Bestattungsunternehmen in der Stadt Detroit mehr als 60 Föten gefunden. Bei der Durchsuchung des Perry Funeral Home wurden bereits am Freitag die Überreste von 36 Föten in Kisten und 27 weiteren in Kühlschränken entdeckt, wie Polizeichef James Craig sagte. "Das ist unglaublich", zitierte die der Zeitung "Detroit News" den Beamten. Die Behörden des Bundesstaates Michigan entzogen dem Bestattungsinstitut vorerst die Genehmigung. Eine Woche zuvor hatten Ermittler in einem anderen Bestattungshaus der Stadt hinter eine Deckenverkleidung zehn Föten gefunden. Die Polizei weite ihre Ermittlungen aus, sagte Craig. Es sei etwa unklar, ob finanzielle Machenschaften dahinter steckten. Die Ermittlungen richteten sich auf möglicherweise nicht ausgefüllte Totenscheine, nicht beantragte Bestattungen und nicht eingeholte Genehmigungen von Eltern, die Föten zurückzuhalten.

fin / fs / wu / DPA / AFP