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Initiative im Bundesrat: Angst vor dem "bösen Wolf" - dürfen sie in Deutschland bald abgeschossen werden?

Der Wolf streift seit knapp zwanzig Jahren wieder durch Deutschland. Weil sich die Tiere jedes Jahr vermehren, nehmen auch die Probleme zu. Drei Bundesländer schlagen eine Lösung vor. Und die heißt: Wölfe, die Ärger machen, sollen abgeschossen werden.

Ein Wolf im Tierpark Hexentanzplatz in Sachsen-Anhalt

Ein Wolf im Tierpark Hexentanzplatz in Sachsen-Anhalt: So nah wie dieses Exemplar kommen die Tiere dem Menschen selten

DPA

Der Wolf fühlt sich in Deutschland wieder sehr wohl – was zunehmend Unwohlsein in der Politik hervorruft. Zwar leben die meisten Tiere zurückgezogen in ländlichen Regionen, sind scheu und treffen nur selten auf Menschen. Doch es reißen immer wieder Wölfe Nutztiere wie Schafe. Fotos und Videos dokumentieren die blutigen Beutezüge.

Braucht Deutschland deshalb ein neues Konzept zum Umgang mit dem Wolf? Ja, meinen drei Bundesländer, deren Antrag an diesem Freitag erstmals im Bundesrat beraten wurde. Ein Ziel der Initiative ist auch, dass es Wölfen leichter an den Kragen gehen soll, zumindest denen, die Ärger machen. Der Abschuss problematischer Tiere soll erleichtert werden, heißt es. Befürworter der Idee argumentieren mit dem Schutz von Weidetieren und Menschen. Gegner sagen, dass weder das eine noch das andere durch den einfacheren Abschuss verbessert wird, denn die Konflikte zwischen Wolf, Herden und Menschen ließen sich durchs simple Abschießen der grauen Jäger nicht lösen.

Es gibt wohl um die 500 Wölfe in Deutschland 

Wie viele Wölfe gibt es eigentlich in Deutschland? Vermutlich sind es um die 500 oder etwas mehr, wenn man bedenkt, dass nach - nicht ganz aktuellen - offiziellen Angaben etwa 60 Rudel durch die Lande ziehen und jedes im Schnitt aus acht Tieren besteht. Hinzu kommen einige wenige Einzeltiere, die sprichwörtlichen einsamen Wölfe. Jedes Jahr vermehrt sich die Population um 30 Prozent, was als ökologisch normale Entwicklung gilt. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) bezifferte die Zahl am Freitag mit etwa 600, jedes Jahr kämen 180 hinzu. Doch genau weiß die Zahl niemand, neuere Daten der "Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf" werden im Herbst veröffentlicht. Hier werden Zahlen zum Wolf gesammelt, die die Bundesländer melden.

Sicher ist jedoch: Die meisten Wölfe leben in Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen – eben die Länder, die sich jetzt zu dieser Initiative zusammengeschlossen haben. Im Agrarland Niedersachsen treffen sie dabei auf besonders viele Nutztiere. Dort war in der Lüneburger Heide im April 2016 der bundesweit erste Wolf seit Rückkehr der Tiere legal getötet worden. Niedersachsens Umweltministerium wurde dabei von der Polizei unterstützt, Jäger waren nicht beteiligt. Wolf "Kurti" war Menschen zu nahe gekommen und soll sogar einen angeleinten Hund gebissen haben. Jetzt steht er ausgestopft im Museum. Auf "Kurti" folgte im vergangenen Februar ein Wolf in Sachsen.

Dass Wölfe getötet werden, ist jedoch die absolute Ausnahme – und so soll es nach den geltenden Gesetzen auch bleiben. Denn die Tiere, die 150 Jahre als ausgestorben galten und seit der Jahrtausendwende nach Deutschland zurückkehrten, sind durch EU-weite Regelungen und das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Sie unterliegen nicht dem Jagdrecht und dürfen nur in seltenen Ausnahmen geschossen werden. Experten sprechen dann von letaler, also tödlicher, Entnahme.

Doch dieser strenge Schutz könnte aufgeweicht werden. Vor allem in Niedersachsen, das die entsprechende Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht hat, sieht seine Weidetiere in Gefahr. Dort kommt es zu besonders vielen Rissen. Bürger vor allem in der Heide machen sich zudem Sorgen um ihre Kinder.

Die Bundesrats-Initiative soll deutschlandweit klare Regeln bringen. "Der Wolf hat einen sehr hohen Schutzstatus, er ist in Deutschland angekommen und wird auch bleiben", betont Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD), der sie auf den Weg gebracht hat. "Andererseits dürfen wir die Menschen und gerade die in den ländlichen Regionen, die vor großen Herausforderungen stehen, nicht allein lassen", erklärt er. "Natürlich ist ein effektiver Herdenschutz ein wichtiger Beitrag, aber wir werden nicht das ganze Land einzäunen."

Der Bund soll nach seiner Vorstellung prüfen, wie weit sich Wölfe menschlichen Einrichtungen nähern dürfen. Auch die Möglichkeit, wolfsfreie Bereiche zu definieren, steht auf der Agenda. Vorbeugemaßnahmen der Tierhalter sollen nach Möglichkeit vollständig gefördert und die Weidetierhaltung mit einer Prämie honoriert werden.

Ob nun sechs oder zehn Wölfe in der Nähe sind - die Herde muss ohnehin geschützt werden

Naturschützer bezweifeln vor allem, dass die Probleme zwischen Wolf, Weidetieren und Mensch gelöst werden, wenn man die Wölfe leichter abschießen darf. Der Schutz von Weidetieren werde dadurch nicht verbessert, sagt Wolfsexpertin Marie Neuwald vom Naturschutzbund (Nabu) in Berlin. Eine Regulierung des Wolfsbestandes würde keinem Weidetier etwas bringen - denn ob um eine Herde nun zehn oder sechs Wölfe herum lebten mache ja keinen Unterschied. Die Herde müsse in jedem Fall gut geschützt werden.

Dass es Situationen gibt, in denen man Wölfe schießen muss, bestreitet auch der Nabu nicht – beispielsweise wenn ein Wolf trotz gutem Herdenschutz wiederholt Weidetiere reißt. Allerdings sei es nach geltendem Recht auch jetzt schon möglich, Wölfe zu töten, die ein kritisches Verhalten zeigen. Was jedoch fehle, seien klare Strukturen beim Umgang mit solchen Tieren in den Bundesländern. Solche Strukturen seien aber dringend nötig - ebenso wie deutschlandweit einheitliche Anforderungen an den Herdenschutz.

"Was wir an der Initiative begrüßen, ist die vorgesehene Förderung der Weidetierhaltung“, sagt die Wolfsexpertin. Erfahrungen aus langjährigen Wolfsgebieten zeigten, dass man Herden gut vor Wölfen schützen kann - vor allem mit Elektrozäunen und Hunden. Auch sie betont: "Die Sicherheit des Menschen muss im Vordergrund stehen." Allerdings müsse man die Gefahr für Weidetiere und Menschen getrennt betrachten: Wölfe, die Weidetiere reißen, seien nicht automatisch auch aggressiver gegenüber Menschen, sagt die Nabu-Expertin.

Angriffe von Wölfen auf Menschen in 18 Jahren nicht dokumentiert

Und so gibt es zwar immer wieder Berichte über getötete Schafe und andere Weidetiere. "In den 18 Jahren, in denen der Wolf in Deutschland heimisch ist, gab es aber keine Situation, wo Wölfe Menschen gefährlich wurden“, sagt Nabu-Expertin Neuwald - fügt jedoch hinzu: Sollte es dazu kommen, steht die Sicherheit des Menschen an erster Stelle, und die Länder müssen praktisch vorbereitet sein, um schnell handeln zu können.“

Doch die Angst vor dem "bösen Wolf" sitzt in uns Menschen tief, richtig frei machen kann sich davon wahrscheinlich niemand. So betont denn auch Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Backhaus die Gefahr, die von den Wölfen ausgeht – oder skizziert zumindest die Angst vor den Tieren. "Wenn Wölfe sich den Dörfern nähern und Familien mit Kindern Angst haben, ihre Kinder im Sandkasten spielen zu lassen, nehme ich das sehr ernst", sagte der SPD-Politiker am Freitag.

Illegal getötete Wölfe - vermutlich höhere Dunkelziffer

Vielleicht ist es auch die Angst vor den grauen Jägern, weswegen inzwischen Wölfe wiederholt illegal getötet werden – was streng verboten ist und empfindlich betraft werden könnte, würden diese Taten denn aufgeklärt. Laut Nabu wurden in diesem Jahr bereits acht Wölfe in Deutschland illegal getötet. "Die Dunkelziffer liegt aber vermutlich höher", sagt Wolfsexpertin Neuwald.

Indes vermehren sich die Wölfe in Deutschland weiter. Der Sprecher des Deutschen Jagdverbands, Torsten Reinwald , schätzt dass es in Deutschland im kommenden Frühjahr mehr als 1000 von ihnen geben wird. Bereits 2016 sei bundesweit die Grenze von insgesamt tausend gerissenen und verletzten Nutztieren überschritten worden, moniert der Jäger. Wobei hier nicht berücksichtigt wird, wie viele Fälle durch bessere Zäune und den Einsatz von Hütehunden hätten verhindert werden können. Der Jagdverband hatte schon im April die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gefordert. Der ausgestopfte Wolf "Kurti" könnte demnächst immer mehr Gesellschaft bekommen.

mit dpa
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(