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Rocket Internet Startup-Schmiede legt Fehlstart an der Börse hin


Bei dem Debüt von Rocket Internet an der Börse sind die Aktien der Startup-Schmiede abgestürzt. Die Papiere lagen deutlich unter dem Ausgabepreis. Auch die Zalando-Aktien verloren massiv an Wert.

Die Aktien von Rocket Internet sind bei ihrem Debüt an der Frankfurter Börse abgestürzt. Die Papiere rutschten am Donnerstag in den ersten Handelsminuten auf 38,00 Euro ab und lagen damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 42,50 Euro. Der erste Kurs des Berliner Unternehmens leuchtete noch bei 42,50 Euro auf.

Die Internet-Holding der Berliner Startup-Unternehmer Oliver, Marc und Alexander Samwer hatte die Preisspanne voll ausgereizt. Auch die Papiere des Online-Modehändlers Zalando, die am Mittwoch ihr Börsendebüt gaben, verloren massiv an Wert und notierten zehn Prozent im Minus.

"Firmen zur Nummer eins machen"

Rocket nimmt mit dem Börsengang bis zu 1,6 Milliarden Euro ein. Das Unternehmen hätte nach eigenen Angaben zu diesem Preis auch mehr als das Zehnfache der 37,9 Millionen angebotenen Papiere losschlagen können. Es ist der größte Börsengang eines Internet-Unternehmens in Europa seit dem Boom-Jahr 2000 und die größte Neuemission in Deutschland seit sieben Jahren. Das Unternehmen wird mit 6,7 Milliarden Euro bewertet.

Das Geschäftsmodell von Rocket Internet ist es, Internet-Unternehmen aufzubauen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Online-Handel und Dienstleistungen. Die Startup-Produktion ist wie am Fließband organisiert, ein Geschäftsmodell wird schnell in verschiedenen Ländern an den Start gebracht.

"Wir bringen Firmen auf mehr als 100 Märkte und zielen dann darauf, sie zur Nummer eins zu machen", heißt es auf der Firmenwebsite. Ein Vorwurf aus dem Silicon Valley lautet, Rocket kopiere am laufenden Band Ideen aus der US-Internetbranche. Mittlerweile ist Rocket Internet mit rund 50 Firmen in 116 Ländern aktiv.

kis/Reuters/DPA DPA Reuters

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