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Rohstoff-Höhenflug: China und Indien machen die Musik

Öl, Erdgas und andere Rohstoffe wurden in den letzten Jahren immer teurer. Zwar sind die Preise gerade etwas gesunken, aber nimmersatte asiatische Staaten und die fehlende Erschließung neuer Vorkommen lassen wenig Hoffnung auf dauerhafte Erholung.

Die Preise für Rohstoffe wie Öl, Erdgas, Kohle, Kupfer, Aluminium, Zink, Eisenerz, Stahl und Edelmetalle wie Gold, Platin und Silber haben in den vergangenen Jahren einen rasanten Höhenflug erlebt. Es ist jedoch seit dem Höhepunkt im März angesichts etwas bescheidener Wachstumsaussichten in den USA, steigender amerikanischer Zinsen und schwacher Wirtschaftsdaten aus Europa zu teilweise spürbaren Preisrückgängen gekommen. Viele Rohstoff-Fachleute sehen als Grund dafür lediglich kurzfristige Gewinnmitnahmen. Grundsätzliche Faktoren wie fehlende Entdeckungen und Erschließungen großer neuer Öl-, Erdgas-, Metall- und Edelmetallvorkommen dürften nach ihrer Meinung das Angebot begrenzt und die Preise hoch halten. Andere verweisen darauf, dass die Rohstoffnachfrage konjunkturabhängig und damit keine Langzeit-Hausse für Rohstoffe zu erwarten sei.

Rohstoffe imemr noch teurer als vor einem Jahr

Der CRB-Index, der 17 verschiedene Rohstoffe erfasst, war bis 16. März mit 323,33 Punkten auf das höchste Niveau seit 24 Jahren geklettert. Das Rohstoffbarometer ist inzwischen deutlich auf 296,38 Punkte gefallen. Es liegt damit aber noch immer erheblich höher als vor Jahresfrist (269,43 Punkte). Der Rohstoff-Investmentfonds-Manager Frank Holmes rechnet mit einer Fortsetzung des Rohstoffbooms bis 2010 oder 2012, berichtete das US-Wirtschaftsmagazin "Fortune". In den vergangenen zwölf Monaten waren alle Rohstoff-Fonds im Schnitt um 38 Prozent gestiegen, während die Börsen sich mit bescheidenen Gewinnen begnügen mussten.

Holmes geht von einer kurzfristigen Aufweichung der Rohstoffpreise aus. China und Indien werden jedoch nach seiner Darstellung weiterhin die Rohstoffnachfrage ankurbeln. Der Rohstoffverbrauch in China hatte in den vergangenen Jahren jährlich um 20 Prozent zugelegt. Jetzt gebe es noch immer ein chinesisches Nachfragewachstum von zwölf Prozent, und es seien bis zum Ende des Jahrzehnts doppelstellige Zuwachsraten zu erwarten.

Chinesische Währung sollte aufgewertet werden

Rohstoffe werden in Dollar bezahlt. Dies macht bei einem fallenden Dollar den Rohstoffbezug in anderen Ländern billiger. Eine Aufwertung der chinesischen Währung wäre nach einer Analyse der US-Investmentbank Goldman Sachs kurzfristig "positiv für Rohstoffe".

Heather Shemilt, die für den Rohstoffsektor zuständige Goldman-Sachs-Direktorin, sieht eine Hausse solange es Angebots-, Liefer- und Lagerungsprobleme gebe, erklärte sie kürzlich der Börsenzeitschrift "Barron's". Sie schätzte, dass die globalen Investments in die verschiedensten Rohstoff-Indizes zum Ende des ersten Quartals 50 Milliarden Dollar erreicht hatten gegenüber 15 Milliarden Dollar Ende 2003. Der bekannte amerikanische Investor Jim Rogers erwartet nach Angaben der "Chicago Tribune" ebenfalls eine langfristige Rohstoff- Hausse.

Spekulationen der Hedge-Fonds sind Unsicherheitsfaktor

Die Rohstoffnachfrage wird nach Darstellung von William O'Grady, dem stellvertretenden Direktor für Marktanalyse der Wall-Street-Firma A.G. Edwards, vom Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum bestimmt. Er hält den Aufschwung der Rohstoffpreise nur für "zyklisch", betonte er "Barron's" gegenüber. Ein großer Unsicherheitsfaktor sind auch rasch wechselnde Rohstoff-Spekulationen von Hedge-Fonds. Institutionelle Anleger wie Pensionskassen verwenden Rohstoffanlagen hingegen eher als Inflationsabsicherung. Investmentfonds wie der riesige Pimco Commodity Real Return Strategy Fund orientieren sich mit ihren Rohstoffinvestments an Rohstoff-Indizes.

Peter Bauer/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.