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Rückblick: Der lange Marsch ins Abseits

Die wichtigsten Siege und Niederlagen der Gewerkschaften in Deutschland

Die wichtigsten Siege und Niederlagen der Gewerkschaften in Deutschland:

1956


Beginn des Kampfes um Arbeitszeitverkürzung: Die Wochenarbeitszeit sinkt von 48 auf 45 Stunden. Start der Kampagne "Samstags gehört Vati mir".

1957


Die IG Metall erstreikt Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

1964


Das neue Betriebsverfassungsgesetz sichert den Gewerkschaften die Mitbestimmung in allen Aufsichtsräten. Urlaubsgeld wird im Tarifvertrag festgeschrieben

1967


Die 40-Stunden-Woche wird eingeführt.

1970


Die IG Metall erreicht bei den Tarifverhandlungen den Rekordabschluss: plus 15,3 Prozent.

1974
Der ÖTV-Vorsitzende Heinz Kluncker bekommt für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sensationelle elf Prozent mehr - der Anfang vom Ende der Regierung Willy Brandt.

1978


Zum ersten Mal streikt die IG Metall für die 35-Stunden-Woche. Es wird 17 Jahre dauern, bis sie in Westdeutschland eingeführt wird.

1982


Neue Heimat - der größte Skandal in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Funktionäre hatten bei der gewerkschaftseigenen Bauträgergesellschaft in die eigene Tasche gewirtschaftet.

1984


Die IG Metall streikt im Südwesten für die 35-Stunden-Woche. Arbeitgeber reagieren mit Aussperrung. Ergebnis: 38,5-Stunden-Woche im Jahr darauf.

1993


Franz Steinkühler muss zurücktreten, nachdem der stern über Insidergeschäfte des IG-Metall-Vorsitzenden mit Aktien berichtet hatte.

1995
Die Sonne geht auf - im Westen wird die 35-Stunden-Woche Wirklichkeit.

2003 Frühjahr


Der erste große Rückschlag: Die Gewerkschaften mobilisieren gegen die Agenda 2010 von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Doch die rotgrüne Regierung bleibt hart, und die SPD folgt dem Kurs ihres Vorsitzenden.

2003 Sommer


Die größte Niederlage in der Geschichte der Gewerkschaften: Der Streik für die 35-Stunden-Woche im Osten muss abgebrochen werden.

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