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Schifffahrt: Tui trennt sich von Hapag-Lloyd

Abspaltung einer Containerreederei: Der Schifffahrts- und Reisekonzern Tui will sich von seiner Tochter Hapag Llyod trennen. Das Unternehmen gab so dem Drängen von Großaktionären nach. Die Interessen von Anlegern und Beschäftigten seien jedoch "angemessen zu berücksichtigen".

Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui will sich von seiner Containerreederei Hapag-Lloyd trennen. Zehn Jahre nach der Übernahme des Hamburger Traditionsunternehmens beauftragte der Aufsichtsrat den Tui-Vorstand, alle Möglichkeiten dafür auszuloten, teilte das Unternehmen mit. "Vorstand und Aufsichtsrat der Tui AG haben entschieden, eine Trennung der Containerschifffahrt aus dem Konzern vorzubereiten. Es sollen alle Optionen wie Spin-off, Merger oder Verkauf als Ganzes geprüft werden", hieß es. Dabei seien die Interessen der Aktionäre, der Anleger wie der Beschäftigten "angemessen zu berücksichtigen".

Die Tui-Aktie reduzierte nach Bekanntgabe der Entscheidung ihre Verluste. An Hapag-Lloyd dürften nach Einschätzung von Schifffahrtsexperten viele Reedereien weltweit Interesse haben. Die Hamburger Tui-Tochter war nach der Übernahme der kanadischen CP Ships vor zwei Jahren zur Nummer fünf unter den Containerreedereien weltweit aufgestiegen.

Hintergrund ist das Drängen von Großaktionären wie dem norwegischen Milliardär John Fredriksen, der eine Abspaltung von Hapag-Lloyd will. Tui-Chef Michael Frenzel hatte sich jahrelang gegen eine Herauslösung von Hapag-Lloyd gewehrt. Die Arbeitnehmervertreter im Tui-Aufsichtsrat fürchten bei einem Verkauf an ausländische Investoren um den Standort Hamburg und favorisierten deshalb eine "Hamburger Lösung".

Gegner des Verkaufs

Auch ein Bündnis von Finanziers und Kaufleuten vor allem aus Hamburg hatte zuvor erklärt, einen Verkauf der Traditionsreederei Hapag-Lloyd an ausländische Investoren verhindern zu wollen. "Wir vertreten eine Gruppe von Kaufleuten und Investoren aus Deutschland, die Hapag-Lloyd als eigenständige Reederei mit Sitz in Hamburg erhalten möchten", teilten der Gesellschafter der Privatbank M.M. Warburg, Christian Olearius, und der ehemalige Hamburger Wirtschaftssenator Wolfgang Peiner mit.

"Es ist unsere Absicht, in Gesprächen mit dem Vorstand und Aktionären von Tui auszuloten, wie dieses Ziel erreicht werden kann", hieß es in der Erklärung. Man sei offen für weitere Investoren. Olearius ist mit gut 40 Prozent größter Anteilseigner von M.M. Warburg. Die Bank dürfte im Fall eines Angebots an Tui von den Investoren wahrscheinlich das Mandat dafür bekommen, sagte ein Banksprecher.

Branchenkreisen zufolge gehört der Mehrheitseigner der schweizerischen Spedition Kühne + Nagel, Klaus-Michael Kühne, zum Investorenkreis für Hapag-Lloyd. Dieser hatte schon vor einer Woche in einem Interview Interesse an einem Einstieg bei Hapag-Lloyd geäußert. Die Hamburger Großreederei müsse in Deutschland verankert bleiben und dürfe nicht mehrheitlich in ausländische Hände geraten, hatte Kühne dem "Manager Magazin" gesagt. Kühne + Nagel ist auch in Deutschland stark vertreten.

Reuters/DPA / DPA / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.