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Siemens: Cromme-Wechsel ist "absoluter Blödsinn"

Wilde Gerüchte um Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme: Die "Wirtschaftswoche" will erfahren haben, dass er den Vorstandsvorsitz übernimmt. Doch aus dem Umfeld Cromes heißt es dazu auf stern.de-Nachfrage: "Absoluter Blödsinn".

Der neue Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme will nach Angaben seines unmittelbaren Umfelds auch weiterhin den Vorstandsvorsitz bei Deutschlands größtem Elektrokonzern nicht selbst übernehmen. "Absoluter Blödsinn", hieß es auf stern.de-Nachfrage.

Die "Wirtschaftswoche" hatte berichtet, Cromme wolle den Vorstandsvorsitz für zwölf Monate selbst übernehmen.

Derzeit kursieren viele Gerüchte die Nachfolge von Klaus Kleinfeld betreffend, werden aber ebenso schnell dementiert. Cromme bleibt nach Informationen aus Branchenkreisen bei seiner Linie und sucht einen Nachfolgekandidaten für Klaus Kleinfeld, der spätestens im Herbst geht.

Der Siemens-Konzern wird derzeit von einer Schmiergeldaffäre erschüttert. Vor Klaus Kleinfeld war bereits Aufsichtsrats-Chef Heinrich von Pierer zurückgetreten. Eine der wichtigsten Aufgaben seines Nachfolgers Cromme ist es nun, einen neuen Vorstandsvorsitzenden zu finden. Nach Angaben aus Branchenkreisen hat er eine Liste mit Kandidaten erstellt. Dabei soll immer noch Linde-Chef Wolfgang Reitzle an erster Stelle stehen. Dieser hatte zunächst abgesagt. Laut Angaben aus seinem Umfeld schwankt der Manager aber noch. Allerdings hat er bei Linde noch einen langfristigen Vertrag.

DPA/stern.de / DPA