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Luxus für 500 Millionen Euro Berlusconi verkauft sein "Liebesnest" auf Sardinien


Eine Immobilie mit Geschichte: Silvio Berlusconi unternimmt einen neuen Anlauf, um sich von seiner Villa zu trennen. Offenbar hat das als "Liebesnest" bekannt gewordene Luxus-Anwesen seinen Reiz verloren. 

Ein Urlaubstraum auf 40 Hektar - oder wie italienische Medien spotten: "So groß wie der Vatikanstaat". Künstliche Wasserfälle soll es geben, 400 verschiedene Kakteen-Arten , ein Amphitheater und uralte, knochige Olivenbäume. Doch offenbar reizt all der Luxus den Noch-Besitzer der Villa Certosa nicht mehr. Silvio Berlusconi unternimmt einen neuen Anlauf, sein Anwesen auf Sardinien zu verkaufen, berichtet Bloomberg und bezieht sich auf italienische Medien.

Für 500 Millionen Euro soll die Villa den Besitzer wechseln. Offenbar gibt es auch schon erste potenzielle Abnehmer. Vor allem der Thronerbe Saudi-Arabiens, Mohammed ibn Naif, soll besonders interessiert sein. 

Nackt-Baden mit Promis

Es ist nicht der erste Anlauf das Anwesen zu veräußern. Bereits 2009 wollte sich Berlusconi von der Immobilie trennen. Damals lag die Kaufsumme noch bei 450 Millionen Euro, schreibt "Spiegel Online" - ein Schnäppchen. Doch einen Käufer fand er nicht für die Immobilie, die "entweiht" - wie Berlusconi damals sagte - worden sei. Ein Paparazzo hatte mehr als 5000 Fotos nackter, allerdings einflussreicher Gäste am Villa-Pool samt weiblicher, ebenfalls unbekleideter, Begleitungen geschossen. Auch die Spekulationen der internationalen Presse, ob Berlusconi sich mit der damals noch minderjährigen Schülerin Noemi Letizia dort getroffen habe, könnten ihm die Freude an dem Prachtanwesen vermiest haben. 

James-Bond-Grotte inklusive

Wer auch immer bei dem Immobilien-Deal zuschlägt, bekommt neben der 4500 Quadratmeter großen Villa (mit 26 Zimmern) auch noch ordentlich Land: Neben dem 40 Hektor großem Anwesen gehört auch noch ein 80 Hektor großes Grundstück im Ort Porto Rotondo dazu, das - kaum überraschend - Berlusconis Immobilienfirma gehört. Auch der Promi-Faktor kann sich sehen lassen: Immerhin lud Berlusconi hierher mächtige Staatschefs, wie Wladimir Putin oder Tony Blair ein.

Wer das nötige Kleingeld hat und bei der Luxus-Immobilie zugreift, bekommt auch noch eine Grotte, die wie ein unterirdischer Unterschlupf im James-Bond-Film wirkt, schreibt "Bloomberg".


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