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Skandal-Banker: Milliardenzocker Kerviel frei - mit Fußfessel

Nur 150 Tage musste der Mann im Gefängnis sitzen, der fast fünf Milliarden Euro verzockte: Skandal-Banker Jérôme Kerviel darf den Rest seiner Haftstrafe mit Fußfessel in Freiheit verbringen.

Der als Milliardenzocker bekanntgewordene Börsenhändler Jérôme Kerviel ist entlassen worden - allerdings unter einer Bedingung: Der 37-Jährige kam am Montag unter der Bewährungsauflage frei, bis Juni 2015 eine elektronische Fußfessel zu tragen. Kerviel hatte im Mai seine dreijährige Haftstrafe angetreten, das Berufungsgericht in Paris verfügte in der vergangenen Woche seine Freilassung.

Kerviel verließ die Haftanstalt in Fleury-Mérogis im Süden von Paris in Begleitung seines Anwalts. "Ich bin superfroh, heute 'rauszukommen", sagte Kerviel zu wartenden Journalisten. "Ich will ein normales Leben führen."

Kerviel muss unter der Woche die Nächte in seiner Wohnung verbringen, darf diese aber zwischen 7 Uhr und 20.30 Uhr verlassen. Am Wochenende gibt es keine Beschränkungen. Kerviel wird als Berater in einem Software-Beratungsunternehmen arbeiten. Die Fußfessel wird er voraussichtlich bis Juni 2015 tragen müssen. "Das ist immer noch besser, als in einer neun Quadratmeter großen Zelle eingesperrt zu sein", sagte Kerviel.

4,9 Milliarden Euro verzockt

Der frühere Mitarbeiter der Pariser Großbank Société Générale war in zwei Verfahren verurteilt worden, weil er vor sechs Jahren eigenmächtig und skrupellos 4,9 Milliarden Euro verzockte. Mit seinen Finanzspekulationen hätte er die französische Großbank fast in den Ruin getrieben. Wegen Untreue, Dokumentenfälschung und Manipulation von Computerdaten bekam er drei Jahre Haft, zwei weitere wurden zur Bewährung ausgesetzt. Seine Haftstrafe trat er Mitte Mai 2014 an, nachdem er 2008 bereits 41 Tage in Untersuchungshaft gesessen hatte.

Kerviel hält sich für unschuldig. Er behauptet, sein früherer Arbeitgeber habe von den Spekulationsgeschäften gewusst und sie toleriert. Es gebe jetzt keine Affäre Kerviel mehr, sondern eine Affäre Société Générale, sagte sein Anwalt nach der Freilassung.

Die juristischen Auseinandersetzungen um Kerviel sind indes noch lange nicht vorbei: Frankreichs Oberster Gerichtshof bestätigte zwar im März die Haftstrafe gegen den Banker, erklärte den gegen ihn verhängten Rekord-Schadenersatz von 4,9 Milliarden Euro aber für ungültig. Der Schadenersatz wird nun vor dem Berufungsgericht von Versailles bei Paris neu verhandelt.

Der Fall gilt als Symbol für die Auswüchse der Finanzwelt. Kerviel räumte zwar eine Teilschuld ein, stellte sich aber zugleich als Opfer des Systems dar. Unterstützung erhielt er von bekannten Linkspolitikern wie Jean-Luc Mélenchon von der Linkspartei und Eva Joly von den Grünen.

mia/DPA/AFP / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.