STELLENABBAU Alcatel streicht rund 1200 Arbeitsplätze


Der Telekommunikationsausrüster Alcatel SEL baut mehr Stellen ab als geplant. In diesem Jahr sollen rund 1.200 Jobs gestrichen werden.

Der Telekommunikationsausrüster Alcatel SEL baut mehr Stellen ab als geplant. In diesem Jahr sollen rund 1.200 Jobs gestrichen werden, bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Freitag in Stuttgart. Ursprünglich hatten 850 Jobs wegfallen sollen. Die meisten Stellen werden im Stuttgarter Werk gestrichen. Auch Berlin ist von dem Abbau betroffen.

Die Sprecherin nannten Befürchtungen unbegründet, dass längerfristig die gesamte Produktion in Stuttgart geschlossen werden solle. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt wird nach Betriebsratsangaben die Zahl der Arbeitsplätze von rund 6.300 auf etwa 5.200 reduziert. Wie viele Entlassungen es geben werde, könne man jetzt noch nicht sagen, hieß es bei der Alcatel SEL AG. Mit dem Betriebsrat würden Gespräche über sozialverträgliche Lösungen geführt.

Der französische Mutterkonzern Alcatel hatte wegen der schwierigen Lage der Kommunikationsbranche im vergangenen Jahr den Abbau von weltweit mehreren 10.000 Stellen angekündigt. Die deutsche Alcatel hat 2001 mit 2,4 Milliarden Euro Umsatz und 113,8 Millionen Euro Gewinn noch gute Ergebnisse erwirtschaftet. Für 2002 hatte Vorstandschef Andreas Bernhardt aber Anfang Mai eine schlechtere Umsatzentwicklung und ein geringeres operatives Ergebnis prognostiziert.


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