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Steuerfahndung: Ermittlungen gegen drei Bank-Mitarbeiter

Wegen möglicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung hat die Staatsanwaltschaft Bochum Ermittlungen gegen drei Angestellte der Privatbank Metzler aufgenommen. Vertreter der Bank sagten jedoch, ihr Haus habe keine Stiftungen in Liechtenstein errichtet.

Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt im Zuge der Steueraffäre gegen drei Mitarbeiter des Bankhauses Metzler, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Die Bank betonte zugleich, Metzler habe weder für sich oder Dritte in Liechtenstein Stiftungen errichtet oder Kunden in diese Richtung beraten. Aus welchem Grund gegen die Mitarbeiter ermittelt wird, wollte die Bank auch auf Nachfrage nicht mitteilen.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, gegen Kundenbetreuer des Bankhauses werde wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt. In der Mitteilung des Bankhauses hieß es weiter, in den aktuellen steuerlichen Ermittlungen sei es ursprünglich um 16 Geschäftsverbindungen nach Liechtenstein gegangen. In maximal sieben Fällen könnten inländische Steuerpflichtige betroffen sein. "Diese Kontoverbindungen wurden bereits in den Jahren 1998 bis 2006 beendet", schrieb das Haus Metzler weiter.

Das für diese Kontoinhaber verwaltete Vermögen habe insgesamt ein Volumen von unter sechs Millionen Euro gehabt. Das Bankhaus Metzler ist die nach eigenen Angaben älteste deutsche Privatbank, die ausschließlich im Besitz der Gründerfamilie ist. Ihr Schwerpunkt ist das Investmentbanking.

AP / AP