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Studie zur Wirtschaftsfreundlichkeit: Prima Klima

Spitzenplatz für Deutschland: Die Weltbank hat untersucht, ob Staaten ihre Unternehmer eher fördern oder behindern. Deutschland schnitt sehr gut ab, nur beim Steuersystem hapert es erheblich.

Deutschland hat in der jüngsten Studie der Weltbank zum Geschäftsklima in 183 Staaten einen respektablen 19. Platz erzielt, vor Japan und hinter Malaysia. Die Experten untersuchten, wie leicht es beispielsweise ist, ein Gewerbe anzumelden, eine Baugenehmigung oder Kredite zu erhalten. Zudem floss in das Ranking ein, wie einfach Handel über Grenzen hinweg ist oder Verträge durchgesetzt werden können.

Deutschland errang Spitzenplätze bei der Durchsetzbarkeit von Verträgen und dem Zugang zu Elektrizität. Weniger gut sah es dagegen bei Unternehmensgründungen und beim Steuersystem aus. Auch in der Kategorie "Schutz von Investoren" kam Deutschland lediglich auf Rang 97, vier Plätze niedriger als noch im Vorjahr.

Singapur verteidigt seinen ersten Platz

Der südostasiatische Stadtstaat Singapur konnte seine Spitzenposition nunmehr das sechste Jahr in Folge verteidigen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Hongkong und Neuseeland, gefolgt von den USA, Dänemark und Norwegen. Abgeschlagen auf den letzten beiden Plätzen liegen die Zentralafrikanische Republik und der Tschad. In Westeuropa landete Italien auf einem wenig schmeichelhaften 87. Platz - einen Rang hinter der Mongolei.

Eines der wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung: Im Afrika südlich der Sahara verbesserten 36 von 46 Regierungen ihre Regelwerke für Unternehmen. Regulierungsfragen spielten auch für afrikanische Länder eine immer größere Rolle, sagte die Chefautorin des jüngsten "Doing Business"-Reports, Sylvia Solf.

DPA / DPA