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Tarifkonflikt: Warnstreiks blockieren Bahnverkehr

Wegen Warnstreiks müssen Bahnkunden heute mit Verspätungen rechnen. Mehrere Nahverkehrszüge, aber auch Fernzüge konnten deshalb zunächst nicht starten.

Die Eisenbahner-Gewerkschaften haben am Samstag mit ersten Warnstreiks in Köln und Dortmund den Druck im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn verstärkt. Durch die mehrstündigen Aktionen kam es zu Behinderungen im Fern- und Nahverkehr. Bei der ersten Aktion in den frühen Morgenstunden in Köln fielen nach Angaben der Bahn vier Züge komplett aus. Rund 30 Züge hätten bis zu 20 Minuten Verspätung gehabt, sagte ein Sprecher. In Dortmund begannen die Warnstreiks am späten Vormittag.

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA fordern für die rund 160 000 Beschäftigten fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie die sofortige Angleichung der Ost-Gehälter an das Westniveau. Die Bahn hat bisher kein konkretes Angebot vorgelegt, sich aber bisher für einen Inflationsausgleich ausgesprochen.

«Urabstimmung und flächendeckende Streiks»

Die Bahn kritisierte die Aktionen. Transnet-Chef Norbert Hansen drohte unterdessen mit einem flächendeckenden Streik. Je nach dem Angebot der Arbeitgeber in der nächsten Gesprächsrunde am 6. März müsse entschieden werden, ob das Scheitern erklärt werde, sagte er im infoRADIO Berlin-Brandenburg. «Das könnte bedeuten: Urabstimmung und flächendeckende Streiks.»

Bis zur nächsten Verhandlungsrunde wollen die Gewerkschaften täglich in anderen Regionen den Verkehr behindern. Am Sonntag seien keine Aktionen geplant, sagte ein Sprecher am Samstag.

DPA