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TARIFMODELL: VW und IG Metall endlich einig

Der Tarifvertrag für die neue VW-Gesellschaft ist vereinbart: das Projekt könnte nun »3.500 mal etwa 5.000« heißen, hat jetzt aber den Gewerkschafts-Segen.

Volkswagen und IG Metall haben sich am frühen Dienstagmorgen in Hannover auf einen Tarifvertrag für das Projekt 5.000 mal 5.000 geeinigt. Damit können zunächst 3.500 neue Arbeitsplätze im Wolfsburger VW-Stammwerk entstehen.

Es bleibt bei Regelarbeitszeit

Für die neuen VW-Beschäftigten, die in einer eigens für das Projekt gegründeten Gesellschaft ihren Arbeitsplatz finden sollen, sei eine Regelarbeitszeit von 35 Stunden in der Woche und ein Entgelt auf Niveau des Metall-Flächentarifvertrages vereinbart worden, sagte IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon. Auf Grundlage des Tarifvertrages sollen zunächst in Wolfsburg 3.500 neue Arbeitsplätze in der Fertigung eines Minivans entstehen. Den Investitionen in 1.500 weitere in Hannover geplante Arbeitsplätze muss die Leitung des Unternehmens noch zustimmen.

Gewerkschaft zufrieden

Die Tarifverhandlungen über das VW-Projekt 5.000 mal 5.000, dessen Name für 5.000 Arbeitkräfte mit einem Bruttolohn von 5.000 Mark steht, waren am Montagmittag nach zweimonatiger Unterbrechung mit einem neuen Angebot von Volkswagen wieder aufgenommen worden. Die IG Metall hatte die Gespräche nach der sechsten Runde Ende Juni bereits für gescheitert erklärt. Volkswagen verlangte seinerzeit noch eine Arbeits- und Qualifizierungszeit von 42,5 Wochenstunden, was die Gewerkschaft strikt ablehnte. Für einen neuen Anlauf bei den Verhandlungen hatte sich auch Bundeskanzler Gerhard Schröder eingesetzt.

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