Tourismus Mallorca fürchtet Urlauberflaute


Die spanische Ferieninsel rechnet wegen des Irak-Krieges schon für Ostern mit deutlich weniger ausländischen Touristen und insgesamt 40 Prozent weniger Deutschen.

Die spanische Ferieninsel Mallorca rechnet wegen des Irak-Krieges für die Osterferien mit einem kräftigen Einbruch bei der Zahl ausländischer Touristen. So seien die Buchungen aus Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent und die aus Großbritannien um 6,0 Prozent zurückgegangen, beklagte der mallorquinische Hotelverband nach Presseberichten vom Samstag.

Kleine Hotels bleiben zu

Vor allem kleine und mittlere Hotels wollen demnach erst gar nicht öffnen und den Saisonauftakt auf Mai verschieben. Die Branche hoffe nun auf einen Ausgleich durch spanische Urlauber. «Aber eigentlich kann man das Ostergeschäft abschreiben», meinte ein Sprecher.

Billigangebote locken im Sommer

Der balearische Tourismusminister Celestí Alomar rechnet über Ostern insgesamt mit einem Rückgang um 4,0 Prozent. Eine Erholung des deutschen Marktes sei erst nach dem Krieg zu erwarten. Einige Fachleute halten es allerdings für möglich, dass es im Sommer auf Mallorca und den übrigen Balearen-Inseln sogar zu Überbuchungen kommt: Viele Hoteleiers würden vermutlich mit Billigangeboten locken.

Auch Costa Brava betroffen

Auch die Costa Brava fürchte zu Ostern eine Flaute. Dort sei die Zahl der Buchungen aus dem Ausland um 20 Prozent geschrumpft. Die Kanaren als Ausweichziel sind dagegen bereits zu 80 Prozent belegt. Auch wenn sich der Krieg länger hinziehe, seien vor allem die sieben Atlantikinseln eine Alternative für Touristen, die aus Angst nicht in die Türkei, Ägypten, Marokko oder Tunesien reisen wollen, meinen Experten.


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