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Ungewohntes Minus Absatzflaute erwischt auch Mercedes-Benz


Nach drei Jahren Bergauffahrt stürzt Daimler in ein plötzliches Tal. Vor allem in Deutschland und Europa werden weniger Wagen der Nobel-Marke verkauft. Der Konzern hofft auf die neue A-Klasse.

Nach fast drei Jahren Wachstum am Stück muss Autohersteller Daimler einen Dämpfer beim Absatz hinnehmen: Im Juli verkauften die Schwaben 105.449 Fahrzeuge der Pkw-Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach - und damit 3,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Auch Smart fährt Zielen hinterher

Verantwortlich sei vor allem die zögerliche Nachfrage nach Neuwagen in der deutschen Heimat und in Europa, teilte der Dax-Konzern am Freitag mit. Daimlers wichtigster Markt Westeuropa brach im Jahresvergleich zweistellig ein. In Deutschland schrumpfte der Absatz der Nobel-Marke im Juli um 11,3 Prozent auf 20.487 Neuwagen.

Im Rückwärtsgang fuhr auch der Smart: Daimler verkaufte weltweit von dem Kleinwagen nur 8122 Fahrzeuge, das sind 4,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. In China setzte Daimler im Juli ebenfalls weniger Mercedes-Pkw ab: die Verkaufszahlen schrumpften um 0,8 Prozent auf 14.128 Neuwagen. Diese Einbußen konnte auch die bessere Nachfrage der Amerikaner nach Daimler-Pkw im Juli nicht ausgleichen.

Hoffnung auf neue A-Klasse

Vertriebschef Joachim Schmidt sieht in dem Absatzschwund noch keinen Beinbruch. "Trotz zahlreicher bevorstehender Modellwechsel und schwierigen Marktbedingungen in Südeuropa liegen wir im bisherigen Gesamtjahr weiterhin auf Wachstumskurs", sagte der Manager. Daimler sei "auf einem guten Weg", 2012 erneut einen Absatzrekord bei Pkw zu erzielen. Für Rückenwind werde die neue kompakte Mercedes-Benz A-Klasse sorgen, die im September bei den Händler steht.

Die Absatzkrise auf dem europäischen Automarkt macht auch anderen Autobauern und Zulieferern zu schaffen.

fw/Reuters/DPA DPA Reuters

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