HOME

Untreue-Verdacht: Staatsanwaltschaft durchsucht BayernLB

Durchsuchung in den Räumen der BayernLB: Laut Staatsanwaltschaft geht es um den Vorwurf der Untreue. Es bestehe der Verdacht, dass die BayernLB beim Kauf der österreichischen Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) einen überhöhten Preis bezahlt habe.

Die von der Finanzkrise hart getroffene BayernLB ist nun auch ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Am Mittwochmorgen seien Räume der Landesbank und ihrer österreichischen Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) in München, Österreich und Luxemburg durchsucht worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München.

Dabei gehe es um den Verdacht, dass beim Erwerb der HGAA im Jahr 2007 bewusst ein zu hoher Kaufpreis gezahlt worden sei, erläuterte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dies würde den Tatbestand der Untreue erfüllen. Die Vorwürfe richteten sich gegen die "Vorstandsebene der damals Verantwortlichen", so die Staatsanwaltschaft. An der Aktion waren 28 Staatsanwälte, 53 Beamte des Landeskriminalamtes und 18 Polizisten beteiligt.

Ein Sprecher der BayernLB bestätigte die Aktion und sicherte die Zusammenarbeit der Bank mit den Ermittlungsbehörden zu. Die BayernLB war im Mai 2007 mit 1,6 Milliarden Euro bei der HGAA eingestiegen. Sie hält dort 67,1 Prozent der Anteile.

DPA/AP / AP / DPA