US-Flugzeughersteller Boeing will 4.500 Stellen streichen


Der US-Flugzeughersteller Boeing streicht wegen der Wirtschaftskrise bis zu 4.500 Stellen in seiner Verkehrsflugzeugsparte. Seit einem Streik im vergangenen Jahr hat Boeing immer noch mit langen Lieferverzögerungen zu kämpfen. Bereits jetzt steht fest, welche Mitarbeiter es vor allem treffen wird.

Der US-Flugzeugbauer Boeing streicht nach einem Auftragseinbruch Tausende von Stellen. Etwa 4500 der 68.000 Arbeitsplätze im Bereich Verkehrsflugzeuge sollen wegfallen - das sind knapp sieben Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter sinke damit wieder auf den Stand von Anfang 2008, teilte Boeing am Freitag am Sitz in Seattle (US-Bundesstaat Washington) mit. Insgesamt arbeiten 160.000 Menschen für Boeing.

Der Airbus-Konkurrent hatte im vergangenen Jahr wegen des globalen wirtschaftlichen Sinkflugs einen deutlichen Rückgang seiner Aufträge verzeichnet. Viele Fluggesellschaften in aller Welt treten derzeit bei ihren Ausbauplänen wegen der Wirtschaftskrise auf die Bremse. Die Zahl der bestellten Flugzeuge war bei Boeing 2008 um mehr als die Hälfte auf 662 Stück zurückgegangen. Damit liegt Boeing deutlich hinter der EADS-Tochter Airbus, die allein bis Ende November 756 bestellte Flugzeuge gemeldet hatte. Beide haben allerdings noch gut gefüllte Auftragsbücher.

Neben dem Abbau von Zeitarbeitern und durch normale Fluktuation werde es auch Entlassungen geben, erklärte Boeing. Betroffene Angestellte, die vor allem im Bundesstaat Washington arbeiten, sollen ab Februar informiert werden. Der Jobabbau bei Boeing werde vor allem im zweiten Quartal erfolgen, hieß es. Die meisten der betroffenen Stellen sollen im Bundesstaat Washington im äußersten Nordwesten der USA wegfallen. Viele der Stellen liegen laut Boeing in der Verwaltung und anderen Bereichen abseits der unmittelbaren Flugzeugfertigung. Der Hersteller kämpft seit einem fast zweimonatigen Streik im vergangenen Jahr noch mit langen Lieferverzögerungen.

Besonders der Start des neuen Boeing Langstreckenflugzeugs 787 Dreamliner musste wegen vieler Probleme bereits mehrfach verschoben werden. Das erste Flugzeug des neuen Typs soll nun Anfang 2010 ausgeliefert werden - fast zwei Jahre später als ursprünglich geplant.

DPA/Reuters DPA Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker