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US-Notenbankchef: Senat stimmt für zweite Amtszeit von Bernanke

Aufatmen bei US-Notenbankchef Ben Bernanke: Der Senat hat ihm Rückendeckung für eine zweite Amtszeit gegeben. 70 Senatoren stimmten für ihn, 30 gegen ihn. Mit Bernanke freut sich vor allem einer: Barack Obama.

Zweite Amtszeit für US-Notenbankchef Ben Bernanke: Der Senat votierte am Donnerstag dafür, dass der 56-Jährige weitere vier Jahre an der Spitze der mächtigsten Zentralbank der Welt steht. 70 Senatoren stimmten für Bernanke, 30 gegen ihn. Der Chef der Federal Reserve wird allerdings sowohl von Demokraten wie auch Republikanern für seine Rolle bei der miliardenschweren Bankenrettung kritisiert. Viele Ökonomen zollen ihm hingegen Respekt für seine teils radikalen Maßnahmen. Unter anderem Präsident Barack Obama hatte demonstrativ eine zweite Amtszeit Bernankes befürwortet.

Unmittelbar zuvor hatten sich in einer wichtigen Testabstimmung 77 Senatoren hinter den Zentralbankchef gestellt und damit 17 mehr als notwendig. Im Dezember hatte sich der Bankenausschuss der Kongresskammer mit 16 zu 7 Stimmen für eine weitere Amtszeit Bernankes ausgesprochen, nachdem er von Präsident Barack Obama nominiert worden war.

Der mächtigste Notenbanker der Welt steht vor immensen Aufgaben: Nach dem Öffnen aller geldpolitischen Schleusen muss er die Zügel straffen, ohne die Wirtschaftserholung nach der Krise abzuwürgen. Unter der Führung Bernankes drückte die Fed als Reaktion auf die schwerste Finanzkrise seit der Großen Depression vor 80 Jahren nicht nur den Leitzins auf ein historisches Tief von knapp über null Prozent. Die Notenbank pumpte zudem Hunderte Milliarden Dollar in das Finanzsystem, legte zahlreiche Darlehensprogramme auf und versuchte mit allen Mitteln, den Kreditfluss wieder in Gang zu bekommen.

DPA / DPA