VORBEREITUNG Kleinunternehmen kommen allmählich in die Hufe


Die kleinen und mittleren Unternehmen, lange Zeit Sorgenkinder bei der Euro-Bargeldeinführung, kommen langsam mit der Umstellung weiter.

Laut einer am Donnerstag in Brüssel veröffentlichten aktuellen Umfrage der EU-Kommission erklärten 43 Prozent der befragten Firmen, dass sie für die Umstellung bereit sind. Im August waren es nur 23 Prozent. Die Studie offenbart aber, dass eineinhalb Monate vor der Einführung des Euro-Bargeldes besonders in Deutschland noch erhebliche Rückstände aufzuholen sind. So verfügten vier von zehn (41 Prozent) der Klein- und Mittelfirmen über keinen Aktionsplan für die Umstellung. Damit liegt Deutschland einsam an der Spitze in Euroland; der Schnitt der nicht mit einem Plan vorbereiteten Unternehmen liegt sonst bei 26 Prozent.

Zu viele noch indifferent

In Deutschland sind 85 Prozent der Klein- und Mittelunternehmen entweder allgemein vorbereitet oder denken über solche Schritte nach. 15 Prozent - der Wert liegt ebenfalls über dem Schnitt in Euroland - denken nicht einmal über Vorbereitungen nach. Knapp zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent) in Deutschland wollen exakt vom Einführungstermin 1. Janur 2002 an ihre Rechnungen in Euro schreiben. In Deutschland sehen vergleichsweise viele kleinere und mittlere Unternehmen den Euro kritisch: 17 Prozent befürchten »negative« oder »sehr negative« Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker