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VW-Hauptversammlung: Kritik an Pate Piech

Ferdiand Piech, Porsche-Miteigentümer und VW-Aufsichtsratschef, musste sich auf der VW-Hauptversammlung herbe Kritik gefallen lassen. Die Entlassung von Pischetsrieder sei "katastrophal" gewesen, die Unternehmensführung lasse zu wünschen übrig.

Aktionärsschützer haben auf der Hauptversammlung von Volkswagen scharfe Kritik an der Aufsichtsratsspitze geäußert. Die "Entlassung" des früheren VW-Vorstandschefs Bernd Pischetsrieder sei "katastrophal" gewesen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Ulrich Hocker, am Donnerstag in Hamburg. Pischetsrieder war im Herbst auf Betreiben vor allem von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch abgelöst und durch Martin Winterkorn ersetzt worden - obwohl Pischetsrieders Vertrag erst einige Monate zuvor verlängert worden war.

Hocker warf VW zudem erhebliche Mängel bei der Corporate Governance an, den Regeln für gute Unternehmensführung. Er sprach mit Blick auf die Doppelrolle von Piëch, der auch Miteigentümer des VW-Aktionärs Porsche ist, von "unüberbrückbaren Interessenkonflikten". Hans-Georg Martius von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger sagte, die Vereinigung sei "überhaupt nicht zufrieden" über die Corporate Governance bei VW.

DPA / DPA