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Warnstreik der Sicherheitsleute: Frankfurter Flughafen nahezu lahmgelegt

Am Frankfurter Flughafen streiken die Sicherheitsleute. Die Kontrollen sind eingestellt, tausende Fluggäste werden nicht abgefertigt. Nur Transitreisende kommen noch weiter.

Die Sicherheitsleute am Frankfurter Flughafen haben am Freitagmorgen ihre Arbeit niedergelegt. Jetzt herrscht Chaos: Deutschlands größtes Luftdrehkreuz ist für Passagiere weitgehend gesperrt worden. Es werden nur noch Fluggäste abgefertigt, die in Frankfurt umsteigen müssen, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Der Betreiber Fraport forderte die Fluggäste auf, sich mit ihrer Fluggesellschaft für Umbuchungen in Verbindung zu setzen. Bis zum Nachmittag waren rund 60 Flüge annulliert worden. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Sicherheitsleute zu einem nahezu ganztägigen Streik aufgerufen, um höhere Löhne durchzusetzen.

Wenig Personal für Sicherheitskontrollen anwesend

Zahlreiche Plätze in den Maschinen blieben leer, weil die vorgeschrieben Passagierkontrollen nicht stattfinden konnten. Von 183 in den beiden Terminals verfügbaren Kontrollspuren waren zeitweise nur 20 besetzt, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Aufgabe dürfen nur speziell geschulte und von der Bundespolizei überprüfte Beschäftigte vornehmen. Transitfluggäste müssen in Frankfurt erneut durch den Sicherheitscheck, wenn sie aus einem Land außerhalb des Schengenraums kommen.

Verdi fordert für das Sicherheitspersonal einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro. Die anderen Bereiche, zum Beispiel Services, sollten auch mehr Geld bekommen. Diese Forderung sei jedoch "völlig überzogen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Harald Olschok. Bisher trafen sich die Tarifparteien viermal, nächster Termin ist der 5. März. Der Streik soll laut Verdi noch bis 23 Uhr andauern.

fme/anb/DPA/Reuters / DPA / Reuters