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Warnstreiks im Öffentlichen Dienst: Arbeitskampf erreicht größtes Bundesland

Zweiter Tag im Arbeitskampf des Öffentlichen Diensts: Am Dienstagmorgen haben mehrere tausend Angestellte aus Schleswig-Holstein und NRW ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaften fordern ein Plus von 50 Euro und eine lineare Gehaltserhöhung von 3 Prozent.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts haben die Gewerkschaften ihre Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein fortgesetzt: Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi machten sich am Diesntagmorgen mehrere Tausend Beschäftigte auf den Weg nach Düsseldorf, um dort an der zentralen Kundgebung teilzunehmen. Im größten Bundesland wolle die Gewerkschaft die Landesregierung an ihre besondere Verantwortung in Zeiten eines Wirtschaftsaufschwungs erinnern, sagte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer.

Auch in Schleswig-Holstein haben sich viele Angestellte des Öffentlichen Dienstes dem Arbeitskampf angeschlossen: Um ihre Forderungen nach Gehaltserhöhungen durchzusetzen, legten Lehrer an Schulen in Neumünster, Itzehoe, Flensburg und Pinneberg ihre Arbeit nieder.

Am Montag waren bereits die Beschäftigten von Hessen und dem Saarland in den Ausstand getreten. Am Mittwoch folgen Aktionen in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachen und Bremen. An den Streiks beteiligen sich unter anderen Mitarbeiter von Autobahn- und Straßenmeistereien, Universitäten und Fachhochschulen, Unikliniken, Gerichten und Schulen.

Die Gewerkschaften fordern für rund 585.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder eine Anhebung der Gehälter um 50 Euro und zusätzlich eine lineare Erhöhung um drei Prozent. Zudem verlangen sie eine Übernahme der Auszubildenden nach dem Ende der Lehrzeit. Die Tarifverhandlungen waren am Freitag auf den 9. März vertagt worden. Die Arbeitgeber hatten erklärt, sie wollten erst ein Angebot vorlegen, wenn die Gewerkschaften ihre Forderungen reduziert hätten.

Reuters/DPA / DPA / Reuters