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NDR-Untersuchung: Labortest zeigt: Wasserfilter sind Brutstätte gefährlicher Keime

Wasserfilter sollen Leitungswasser entkalken und den Geschmack verbessern. Doch ein Test des NDR zeigt, dass die Filter Brutstätte gefährlicher Keime sein können - und die Enthärtung klappt auch nicht bei allen.

Wasserfilter bergen ein Keimrisiko

Leitungswasser gilt in Deutschland als Lebensmittel und wird streng kontrolliert. Doch manchen Verbrauchern gefällt der Geschmack nicht, zum Beispiel wenn das Wasser zu kalkhaltig ist. Abhilfe versprechen Wasserfilter - doch die bergen neue Probleme, wie eine Untersuchung der NDR-Verbrauchersendung "Markt" zeigt.

Für den Test nutzten zwei Testpersonen knapp drei Wochen lang je zwei Filter unterschiedlicher Marken: Ein Brita-Markenprodukt für 30 Euro, einen Tischwasserfilter von BWT für 25 Euro sowie zwei günstigere Produkte von Aqua Select (13 Euro) und der dm-Eigenmarke Profissimo (14 Euro). Nach drei Wochen wurden Wasserproben direkt aus dem Hahn als auch nach Durchlaufen des Filters genommen und ins Labor geschickt.

Wasserfilter liefern abschreckende Ergebnisse

Die Ergebnisse sind einigermaßen abschreckend: In allen Fällen waren in dem Filterwasser mehr Keime enthalten als zuvor. Bei Brita und Aqua Select war die Keimbelastung sogar so erhöht, dass sie den Grenzwert für Leitungswasser überschritt. Brita erklärte dem NDR, die Zahl der Keime könne sich im Filter durchaus erhöhen, diese seien für die Gesundheit des Menschen aber unbedenklich. Allerdings: Bei einer Testerin steckte - womöglich wegen einer verunreinigten Armatur - der Eitererreger Pseudomonas aeruginosa im Leitungswasser. Im Aqua-Select-Filter vervierfachte sich die Zahl dieses Krankheitserregers.

Aqua Select erklärte dazu, das Granulat des Filters sei vor Verkeimung geschützt und die Keimbelastung nicht auf eine Beeinträchtigung der Filterkartusche zurückzuführen. Profissimo, bei dem die Werte nur leicht erhöht waren, gab an, die Untersuchung zum Anlass zu nehmen, das Produkt in einem unabhängigen Labor erneut prüfen zu lassen. BWT erklärte eine Erhöhung der Verkeimung bei korrektem Gebrauch für ausgeschlossen. 

Gut zu wissen: Darf man einmal gekochtes Wasser wieder aufkochen?

Verbraucherschützer sehen Tischfilter kritisch

Verbraucherschützer sehen Tischfilter schon seit Längerem kritisch. Die Verbraucherzentralen raten aus hygienischer Sicht ab, da Trinkwasser schnell verkeimt, wenn es zu lange in einem Behälter steht. Daher lautet die Empfehlung, gefiltertes Wasser noch einmal abzukochen, insbesondere für Kleinkinder und Immungeschwächte. Die Stiftung Warentest wollte bei ihrem letzten Test im Jahr 2015 ebenfalls keinen der Wasserfilter empfehlen. Neben dem Keimrisiko bemängelten die Warentester, dass die Filter entgegen der Werbeversprechen das Wasser nicht wesentlich weicher machten.

Auch im NDR-Test konnten die beiden Testpersonen geschmacklich keinen Unterschied zwischen ungefiltertem und gefiltertem Leitungswasser erkennen. Damit sind sie nicht allein: Bei einem Blindtest in einem Einkaufszentrum konnte nur jeder fünfte Passant das gefilterte Wasser korrekt herausschmecken, die Mehrheit lag falsch. Kein Wunder, denn die Entkalkung des Wassers funktioniert bei einigen Anbietern nicht wirklich gut. Den Härtegrad des Wassers deutlich senken konnten im Test nur Brita und Profissimo, bei Aqua Select und BWT sank der Wert lediglich gering.

Hier können Sie sich den kompletten NDR-Beitrag ansehen  

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