HOME

WELTWIRTSCHAFT: IWF will weiter mit Argentinien verhandeln

Zwar hat sich Argentinien gegenüber der Weltbank für teilweise zahlungsunfähig erklärt, der IWF will trotzdem weiter mit dem Land zusammenarbeiten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will, auch nachdem sich Argentinien gegenüber der Weltbank für teilweise zahlungsunfähig erklärt hat, weiter mit dem lateinamerikanischen Land zusammenarbeiten und nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Bei den Gesprächen mit dem argentinischen Wirtschaftsminister Roberto Lavagna habe es Fortschritte gegeben, teilte der IWF am Donnerstagabend in Washington mit. Allerdings gebe es aber auch noch offene Fragen, die gelöst werden müssten.

Argentinien ist bereits seit Jahresbeginn im Verhältnis zu seinen privaten Gläubigern zahlungsunfähig. Das in der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte steckende Land hat einen Schuldenberg von mehr als 150 Milliarden Dollar. Insgesamt muss Argentinien dem IWF, der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank dieses Jahr 2,4 Milliarden Dollar zurückzahlen.

Obwohl am Donnerstag die Rückzahlung von 805 Millionen Dollar (805 Mio Euro) an die Weltbank fällig wurde, hatte Argentiniens Kabinettschef Alfredo Atanasof angekündigt, es würden nur aufgelaufene Zinsen im Umfang von 77 Millionen Dollar gezahlt. Atanasof bat zugleich um eine weitere Stundung des restlichen Betrages, um Zeit für weitere Verhandlungen zu gewinnen und eine formelle Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden.

Themen in diesem Artikel