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Werbung: Kein gutes Image für die Imagepfleger

Sie ist zwar unterhaltsamer geworden, aber trotzdem finden die umworbenen Kunden Werbung immer noch störend und zu weit verbreitet. Zeit für etwas Aktion in eigener Sache, liebe Agenturen.

Werbung hat in der Bevölkerung nach wie vor keinen besonders guten Ruf, aber sie ist laut einer repräsentativen Umfrage des Fachmagazins 'Horizont' unterhaltsamer geworden. Fast drei Viertel (72 Prozent) der 2029 Befragten beurteilten Werbung als negativ. Sie befanden etwa "Werbung stört mich", "Werbung ist überall" oder "Werbung übertreibt". Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das nach 'Horizont'-Angaben vom Freitag keine große Veränderung.

Rund 40 Prozent der Befragten assoziierten positive Merkmale mit Werbung. Am häufigsten wurde ihr Informations- und Unterhaltungscharakter genannt. Auch sei Werbung für die Wirtschaft nötig, kurbele den Umsatz an und sorge damit für Arbeitsplätze. Der Anteil derer, die fanden, dass Werbung unterhaltsamer geworden sei, stieg laut 'Horizont' im Vergleich zur Vorjahresbefragung von gut 7 auf 12,5 Prozent.

Sinkende Begeisterung auch im Osten

In Ostdeutschland wird Werbung immer noch positiver gewertet als im Westen. In den neuen Bundesländern verbinden 68 Prozent der Befragten positive Merkmale mit Werbung. Der Anteil sinkt jedoch: Im Vorjahr waren es noch 74 Prozent gewesen. Gleichzeitig stieg der Anteil der Kritiker von gut 43 auf gut 45 Prozent.

Der Aussage "Werbung redet Produkte nur schön" stimmte deutschlandweit jeder zweite Befragte zu. Rund ein Drittel (33,6 Prozent) sahen Werbung jedoch als wichtige Entscheidungshilfe beim Kauf an.

DPA
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