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WETTBEWERB: EU prüft DVD-Preise von US-Anbietern

Die Kommission ermittelt, da in Europa die Datenträger wesentlich teurer sind, als in den USA.

Die Europäische Kommission ermittelt, ob US-Unternehmen DVD-Datenträger in Europa zu überteuerten Preisen anbieten. Wie EU-Sprecher Michael Tscherny mitteilte, hat die Kommission bei den führenden amerikanischen Vertriebskonzernen angefragt, ob die Preise in Europa über die Regionalcodierungen künstlich hoch gehalten würden. Verbrauchergruppen beklagen, dass die Datenträger in Europa teurer sind als in den USA.

Regionalcodierung unter Verdacht

Die EU sandte laut Tscherny Briefe an Sony-MGM, Disney Buena Vista, AOL Time Warner, Twentieth Century Fox, Vivendi Universal und Paramount. Der Europäische Verband der Elektronikhersteller (EACM), zu dem unter anderem Philips, Grundig und Sony Europa gehören, hat sich für die Abschaffung der Regionalcodierungen ausgesprochen.

Hersteller haben Angst vor Raubkopien

Die DVDs, auf denen etwa Hollywood-Studios ihre Filme anbieten, werden von den Herstellern mit regionalen Codierungen versehen, um laut Tscherny den weltweiten Gebrauch einzuschränken. Die Hersteller selbst begründen dies dagegen mit dem Schutz vor Raubkopien. In der Praxis bedeutet dies, dass in den USA gekaufte Silberlinge nicht unbedingt auf europäischen Geräten abspielbar sind. Die EU-Kommission prüft nun, ob diese Regelung europäische Verbraucher benachteiligt. DVDs haben in den vergangenen Jahren Videokassetten immer mehr vom Markt verdrängt. Der Umsatz durch den Verkauf von DVD-Spielern hat sich von 1999 bis 2000 fast verdreifacht.

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