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WDR-Feldversuch: Diese Wetter-Apps sind die besten

Das Angebot an Wetter-Apps ist groß. Aber welches Programm trifft die besten Vorhersagen? Und wer greift zu viele persönliche Daten ab? Der WDR hat den Test gemacht.

Wetter app

Auf welche Wetter-App ist Verlass?

Wettervorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Trotzdem richten sich viele Menschen natürlich danach. Seitdem Wetter-Apps die Prognosen direkt aufs Handy liefern, wahrscheinlich mehr denn je. Das Angebot in den App-Stores ist groß, aber welches Programm liegt am häufigsten richtig? Dieser Frage ist das WDR-Verbrauchermagazin "Markt" nachgegangen und hat zehn Wetter-Apps für iOS und Android-Geräte in einem Feldversuch getestet.

Als Testorte dienten Köln, Bad Lippspringe (nahe Paderborn) und Ahaus an der niederländischen Grenze - laut Deutschem Wetterdienst alles Orte, an denen das Wetter besonders schwer vorherzusagen ist. Über einen Zeitraum von zehn Tagen notierten die Tester 230 Messwerte an ausgesuchten Messpunkten und glichen die Vorhersagen der Wetter-Apps mit den Messdaten der Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes ab. Berücksichtigt wurden Temperatur, Windgeschwindigkeit, Regen und Regenmenge.

Diese Wetter-Apps schneiden am besten ab

Am treffsichersten erwies sich dabei die App Wetter XL (iOS), gefolgt von Wetteronline und Wetter.de. Die auf dem iPhone vorinstallierte Wetter-App schnitt bei den Vorhersagen am schlechtesten ab. Da der Test regional beschränkt war, ist das Ergebnis allerdings nicht für ganz Deutschland repräsentativ.

Die Vorhersage-Qualität war aber nicht das einzige Testkriterium: Eine Wander-Bloggerin und ein IT-Fachmann beurteilten darüber hinaus Handling und Übersichtlichkeit der Programme. In diesem Punkt hinterließen Wetter.com und Weatherpro bei den beiden Testern den besten Eindruck.

Auch den Datenschutz der Apps ließ der WDR von einem IT-Experten untersuchen. Am problematischsten erwiesen sich Weather Channel und Accuweather, die besonders viele sensible Daten an Dritte weitergeben. Aus GPS-Daten, Uhrzeiten und Ladezustand des Akkus lasse sich problemlos ein Nutzerprofil erstellen, das Rückschlüsse gebe, wo man wohne und arbeite, so das Fazit. Aus Datenschutzsicht am unkritischsten sind laut Test Wetteronline, Weatherpro und Wetter.com. 

bak
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