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Angst vor Preisverfall: Winzer sind gegen Ausweitung von Weinbauflächen

2016 fällt ein mehr als 40 Jahre altes Anbaustopp in der Weinwirtschaft. Dann können die EU-Länder selbst entscheiden, ob sie mehr Flächen freigeben. Deutsche Winzer sind gegen eine Ausweitung.

Die Hänge an der Mosel in Rheinland-Pfalz gehören zu einem der berühmtesten Weinanbaugebiete in Deutschland

Die Hänge an der Mosel in Rheinland-Pfalz gehören zu einem der berühmtesten Weinanbaugebiete in Deutschland

Die Winzer im wichtigsten deutschen Weinbau-Land Rheinland-Pfalz warnen vor einer zu schnellen Vergrößerung der Rebflächen in der Bundesrepublik. "Der Markt kann so etwas überhaupt nicht aufnehmen", sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Weinbauverbände Rheinland-Pfalz, Ingo Steitz, am Montag in Mainz. Bei einer zu raschen Ausweitung seien Winzerbetriebe gefährdet, weil der Preisdruck nach unten im Fall größerer Weinmengen steigen dürfte.

Von 2016 an lockert die EU den einst in den 1970er Jahren verhängten Anbaustopp. Brüssel ermögliche es den Staaten dann, die Anbaufläche für Wein pro Jahr um bis zu ein Prozent zu vergrößern, erklärte Steitz. Der aktuelle deutsche Gesetzentwurf sehe 0,5 Prozent vor. Die Weinbauverbände forderten nun maximal 0,1 Prozent im ersten Jahr. In Rheinland-Pfalz werden rund zwei Drittel der gesamten deutschen Weinbaufläche bewirtschaftet.

ono/DPA / DPA
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