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Wirtschaftskrise: Obama verkündet erste Hoffnungsschimmer

In der Konjunkturkrise gibt es gute Nachrichten aus den USA: US-Präsident Barack Obama sieht erste Fortschritte, die ihn sicher sein lassen, dass es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht. Der IWF malt für Deutschland dagegen ein düsteres Bild.

US-Präsident Barack Obama sieht erste Signale für einen Weg aus der schweren Wirtschaftskrise. "Was wir langsam sehen können, ist ein erster Hoffnungsschimmer für die Wirtschaft", sagte Obama nach einem Treffen mit Notenbank-Chef Ben Bernanke und Wirtschaftsberatern am Freitag im Weißen Haus. "Wir können Fortschritte erkennen und wenn wir dran bleiben, wenn wir nicht zurückweichen angesichts der Schwierigkeiten, dann bin ich absolut überzeugt, dass wir unsere Wirtschaft wieder zurück auf den richtigen Weg bringen."

Obama erklärte, es gebe Fortschritte bei der Darlehensvergabe der Banken besonders an mittelständische Unternehmen. Zudem erreichten die Bürger jetzt Auswirkungen der Steuersenkungen, die Teil des 787- Milliarden-Dollar-Konjunkturpaketes seien. Dennoch warnte der US-Präsident vor überzogenen Erwartungen auf eine schnelle Erholung. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns." In den nächsten Wochen werde die Regierung zusätzliche Maßnahmen ergreifen, fügte er hinzu, ohne Details zu nennen.

Am Donnerstag hatte der Wirtschaftsberater Obamas, Lawrence Summers, sich ähnlich positiv geäußert. Er sehe Zeichen für ein Ende des freien Falls der amerikanischen Wirtschaft. Einige Daten zur Wirtschaftsentwicklung seien in den vergangenen Wochen bereits ein wenig besser gewesen.

IWF malt düsteres Bild für Deutschland

Schlechte Prognosen gibt es dagegen für die deutsche Wirtschaft: Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet einem Magazinbericht zufolge mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland um fünf Prozent. Als Folge würden Arbeitslosigkeit und Defizite in den öffentlichen Haushalten drastisch steigen, berichtete "Der Spiegel" am Freitag ohne Angaben von Quellen. Der nächste Weltwirtschaftsausblick des IWF steht Ende des Monats an.

Die Bundesregierung selbst rechnete zuletzt mit einem Rückgang der Konjunktur von 2,25 Prozent. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück nahm davon Ende März aber Abstand. Angesichts des schweren Konjunktureinbruchs zu Beginn des Jahres werde es dabei nicht bleiben können, erklärte der Minister. Auch die Bundesregierung legt Ende April ihre neue Prognose vor. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen in der Anfang April veröffentlichen Quartalsumfrage mit einem Schrumpfen der deutschen Wirtschaftsleistung um 4,4 Prozent.

DPA/Reuters/AP / AP / DPA / Reuters