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ZEW-Stimmungsbarometer: Inflation dämpft Konjunkturoptimismus

Die Stimmung unter Finanzanalysten in Deutschland trübt sich laut der jüngsten Konjunkturumfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Der Grund: steigende Preise und neue Höchststände des Euro. Zu Konjunkturpessimismus bestehe jedoch kein Anlass.

Ungewöhnlich hohe Preissteigerungen haben die Konjunkturerwartungen für Deutschland im April deutlich eingetrübt. Das Stimmungsbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim fiel im Vergleich zum Vormonat um 8,7 Punkte und liegt nun bei minus 40,7 Punkten, wie das ZEW bekanntgab. Damit liegen sie deutlich unter ihrem historischen Mittelwert von plus 30 Punkten. Im Februar und März hatte sich die Stimmung noch aufgehellt. Hohe Preissteigerungen schwächten den Konsum, zudem signalisierten schwache Auftragseingänge bei den Unternehmen in Deutschland eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik.

"Der vormonatige leichte Optimismus der Finanzanalysten war anscheinend nur ein kleines Zwischenhoch. Neue Höchststände des Euro und des Ölpreises trüben die Erwartungen wieder ein", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Gleichwohl besteht derzeit kein Anlass zu stärkerem Konjunkturpessimismus. Ein Wachstum in Deutschland von 1,7 Prozent in diesem Jahr liegt nach wie vor in einer realistischen Größenordnung."

AP/DPA / AP / DPA