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Prostitution und Corona: Bordelle sollen wieder öffnen – Verband legt Hygienekonzept vor

Das Coronavirus hat die Prostitutionsbranche stillgelegt. Das soll sich nun wieder ändern, fordert der Bundesverband in einem offenen Brief. 

Prostitutionsstätten in Corona-Zeiten

Lang ist es her, dass die Reeperbahn voller Menschen war. Die Party-Meile samt ihrer Prostitutionsstätten steht seit Beginn der Corona-Krise still.

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Prostitutionsstätten sollen wieder geöffnet werden, fordert der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen. Die Schließungen der Bordelle seien nicht mehr gerechtfertigt, heißt es in einem Offenen Brief an 16 Bundestagsabgeordnete. Angesichts der eingedämmten Pandemie müsse es auch der Prostitutionsbranche ermöglicht werden, "wieder Einnahmen zu generieren und den Kunden einen guten Service zu bieten, der menschlich, stabilisierend und für sie insbesondere in Corona-Zeiten existenziell ist", heißt es in dem Schreiben. Man habe, wie andere Branchen auch, dazu ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet und der Politik vorgelegt.

Hygiene und Gesundheit in Prostitutionsstätten

Weiter erklärte der Verband, Sexarbeiterinnen hätten per se ein großes Interesse an Hygiene und ihrer Gesundheit, "denn die ist ihr Kapital". Auch seien sie schon immer geübt, unter Beachtung von Schutzmaßnahmen zu arbeiten, nutzten etwa Kondome gegen sexuell übertragbare Erkrankungen und unterzögen sich Gesundheitschecks.

"So schlimm wie jetzt war es noch nie": Sexarbeit in der Corona-Krise

Weiter hieß es: "Wenn Sie in Ihrer Haltung noch nicht festgefahren und offen für andere Erfahrungen sind, laden wir Sie - nach der Corona-Öffnung - gern zu einem Bordellbesuch ein. Sie können sich einen Eindruck über die Abläufe in den verschiedenen Segmenten verschaffen und mit Sexarbeiter*innen in den Dialog treten."

deb / DPA
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