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AOK Bayern: Höherer Beitragssatz zum Fest

Ausgerechnet zum Weihnachtsfest hat die AOK Bayern den Beitragsatz angehoben. Ab Januar 2007 sollen die Versicherten tiefer in die Tasche greifen. Für diese Entscheidung sei die allgemeine Kostenentwicklung verantwortlich.

Die Versicherten der AOK Bayern müssen von Januar an spürbar höhere Beiträge zahlen. Der allgemeine Beitragssatz werde von 13,6 auf 14,5 Prozent angehoben, teilte die größte Krankenkasse im Freistaat in München mit. Die AOK machte dafür Entscheidungen der Politik verantwortlich. Vor allem der verminderte Steuerzuschuss, die erhöhte Mehrwertsteuer und die allgemeine Kostenentwicklung bei den Gesundheitsleistungen machten eine Anhebung unvermeidbar, hieß es. Die AOK Bayern hat etwa 4,1 Millionen Mitglieder und rechnet für das laufende Jahr mit einem Überschuss von neun Millionen Euro.

Durch den verringerten Anteil der Krankenkassen an den Einnahmen aus der Tabaksteuer fehlen der AOK Bayern nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro. Darüber hinaus werde die höhere Mehrwertsteuer jährlich zu Mehrausgaben von etwa 50 Millionen Euro führen. Wegen solcher Belastungen sei die AOK gezwungen, den allgemeinen Beitragssatz anzuheben.

Kleine Unternehmen werden entlastet

Die Beitragssätze zur Ausgleichskasse für Lohnfortzahlung bei Krankheit werden dagegen um bis zu.0,8 Punkte abgesenkt. Unternehmen mit bis zu 30 Mitarbeiter würden damit im kommenden Jahr um rund 75 Millionen Euro entlastet, hieß es. Zudem müssten Versicherte von Januar an weniger Geld für die Arbeitslosenversicherung zahlen. Grund sei die deutliche Absenkung des Beitrags von derzeit 6,5 auf dann 4,2 Prozent. "Bei einem sozialversicherungspflichtigen Einkommen von 2000 Euro bleiben einem AOK-Versicherten 2007 so monatlich zehn Euro mehr im Geldbeutel."

DPA / DPA
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