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Verkehr: Schadensersatz trotz fehlendem Fahrradhelm

Wer als Radfahrer keinen Schutzhelm trägt, muss bei einem Unfall nicht mit verringerten Schadensersatzansprüchen rechnen.

Wer als Radfahrer keinen Schutzhelm trägt, muss bei einem Unfall nicht mit verringerten Schadensersatzansprüchen rechnen. Dies berichtet die in Köln erscheinende »Monatsschrift für Deutsches Recht« unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm (Az.: 27 U 93/00).

Es gebe weder eine gesetzliche Pflicht noch bestehe derzeit die allgemeine Überzeugung, dass auch für einen Radfahrer ein Helm zum Eigenschutz notwendig sei, so die Richter. Das Gericht lehnte es mit seinem Urteil ab, einem Radfahrer ein Mitverschulden an den schweren Kopfverletzungen anzulasten, die er bei einem Unfall erlitten hatte.

Zwar sei das Tragen von Schutzhelmen bei Erwachsenen inzwischen weit verbreitet, allerdings werde nicht einmal ernsthaft darüber diskutiert, dies zur gesetzlichen Pflicht zu machen. Daher dürfe es einem Radfahrer zumindest nach rechtlichen Kriterien nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn er auf einen Helm verzichte.