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WINTERSPORT: Airbag für die Abfahrt

Skilaufen und Beinbruch liegen dicht beieinander. Ohne die richtige Versicherung kann ein Unfall also leicht teuer werden.

Sieben Millionen Deutsche wagen sich jeden Winter auf Piste und Loipe. Für viele ein überstürztes Vergnügen: Jährlich ziehen sich knapp 20 Prozent der Ski- und Snowboardfahrer komplizierte Verletzungen zu, für mehr als 60.000 Bundesbürger endet der Winterurlaub mit Beinbruch oder Meniskusschaden im Krankenhaus.

Auslandskrankenschein ein Muss

Wer da nicht richtig versichert ist, für den kann es teuer werden - vor allem beim Urlaub jenseits der Grenze. Da ist der Auslandskrankenschein ein Muss. Denn die gesetzlichen Kassen zahlen in der Regel nur die hierzulande üblichen Sätze, die bei happigen Arzthonoraren oder Klinikaufenthalten im Ausland meist unzureichend sind. Für einen Jahresvertrag verlangen die rund 40 Anbieter je nach Leistung für Singles 12 bis 40 Mark und für Familien 27 bis 60 Mark. Mitversichert sind die teure Bergung per Hubschrauber und die Kosten für den Heimtransport, die von keiner gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Privatkassen springen nur bei entsprechender vertraglicher Vereinbarung ein. Empfehlenswert ist zudem eine Unfallpolice, wenn keine Berufsunfähigkeitsversicherung besteht und umfassende Absicherung gewünscht wird. Für Jahresprämien von 50 bis 500 Mark gibt es Verträge, die je nach Bedarf Basis- oder Rundumschutz bieten.

Schadensersatz bedenken

Doch es geht nicht nur um die eigene Gesundheit. Wer auf der Piste durch Fahrlässigkeit andere verletzt, muss in der Regel Schadensersatz leisten. Abdecken lässt sich der mit einer Reisehaftpflichtversicherung, die jedoch unnötig ist, wenn eine Privathaftpflicht besteht. Sie kommt auch für Schäden im Ausland auf. Allerdings hat ein Drittel der deutschen Haushalte keine Privathaftpflicht abgeschlossen. Dabei ist die Jahrespolice schon für weniger als 100 Mark erhältlich, etwa bei der Signal Iduna oder der WGV.

Erste Hilfe vom Verband

Der Deutsche Skiverband in München (Tel.: 089/8 57 90 01) bietet eine Spezialpolice für Wintersportler an. Das Standardpaket kostet im Jahr 64 Mark und umfasst Skibruch- und -diebstahlversicherung, Haftpflicht, Rechtschutz, Erstattung von Unfallbergungskosten bis 23.000 Mark, Tagegeld bei Krankenhausaufenthalt und Heimtransport des Unfallopfers.

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