21. Februar 2013, 11:55 Uhr

Die Tante-Emma-Bank

Dieser Bankchef kennt jeden Kunden persönlich, denn er ist der einzige Mitarbeiter. Peter Breiter führt die kleinste Bank Deutschlands im Dörfchen Gammesfeld auf seine ganz eigene Art. Von Daniel Bakir (Text) und Lisi Niesner (Fotos)

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Wenn alle Banken so wären wie die Raiffeisenbank Gammesfeld, hätte die Branche bestimmt kein Imageproblem. Denn mehr Bodenständigkeit und Kundennähe geht nun wirklich nicht. Peter Breiter ist in Gammesfeld geboren und aufgewachsen, wohnt im früheren Haus seiner Eltern - und ist die Ein-Mann-Bank des Dorfes. In dem baden-württembergischen 500-Seelen-Ort steht Deutschlands einziges Geldinstitut, in dem nur ein Mensch arbeitet.

"Vom Putzmann bis zum Vorstand habe ich alle Positionen inne", sagt Peter, wie ihn seine Kunden nennen. Wer hier ein Konto eröffnen will, muss entweder in Gammesfeld wohnen oder dort arbeiten, denn Peter Breiter will jeden Kunden persönlich kennen. "Die Bank ist für mich ein Traumjob", sagt Breiter. Auf den obligatorischen Banker-Anzug verzichtet er ebenso wie auf anderen modernen Schnickschnack. Ein Besuch in der Raiffeisenbank Gammesfeld ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit.

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