. .

Ratgeber Kinderkrankheiten

Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
Ratgeber Kinderkrankheiten

7. August 2008, 21:21 Uhr

Plötzlich bleibt die Luft weg

Whiiiii: So hört es sich an, wenn Ihr Kind beim Einatmen nicht genügend Luft bekommt. Reagieren Sie ruhig, aber bestimmt und führen Sie Ihr Kind dahin, wo es feuchte, kühle Luft einatmen kann. Hilft das nicht, sollten Sie zum Arzt fahren. Ist Ihr Kind schon blau angelaufen, sollten Sie es sofort in die Notfallaufname bringen.

Geraten Sie nicht in Panik: Ihr Kind hat schon genug Angst© Michele Constantini/Colourbox.com

Oft kommt der Schrecken in der Nacht: Plötzlich schnappt Ihr Sohn oder Ihre Tochter nach Luft, jedesmal, wenn Ihr Kind einatmet, entsteht ein pfeifendes Geräusch. Vielleicht hustet Ihr Nachwuchs: Typisch für Pseudokrupp ist ein bellendes Husten. Möglicherweise spricht das Kind auch heiser.

Geraten Sie jedoch nicht in Panik: Ihre Furcht wird sich auf Ihr Kind übertragen, das kann die Sache noch schlimmer machen. Bleiben Sie möglichst ruhig und versuchen Sie, das Kind zu besänftigen.

Pseudokrupp ist eine plötzlich auftauchende Entzündung des Kehlkopfes. Sie wird durch Viren hervorgerufen. Gegen die Viren können Sie nicht viel unternehmen, Antibiotika - das sind Substanzen, die Bakterien töten können - helfen in diesem Fall nicht.

Bewährt haben sich hingegen kalte Luft, Cortison und Adrenalin. Bemerken Sie, dass Ihr Kind des nachts Atemnot bekommt und bellend hustet, sollten Sie mit Ihrem Kind ans Fenster gehen und es öffnen: Die kühle, feuchte Nachtluft kann die Beschwerden schon lindern.

Hilft das nichts, sollten Sie mit Ihrem Kind spätestens am nächsten Tag zum Arzt gehen. Er wird Ihren Sprößling untersuchen und möglicherweise ein Cortison-Präparat verschreiben. Die Tabletten können die Entzündung des Kehlkopfes eindämmen. In schwereren Fällen wird die Ärztin Ihr Kind Adrenalin inhalieren lassen.

Ira Panic / Annette Bolz

Expertenmeinung Johannes Forster, Chefarzt der Abteilung für Kinderheilkunde am St. Josefskrankenhaus Freiburg, und Hans-Ulrich Neumann, Hamburger Kinderarzt:

Wenn Sie das Krankheitsbild von vorherigen Anfällen gut kennen, können Sie nach Anleitung Ihres Arztes das Kind kalte oder feuchte Luft einatmen lassen und Cortison als Zäpfchen verabreichen. Helfen diese Mittel jedoch nicht oder verschlimmern sich die Symptome, sollten Sie das Kind zum Arzt bringen, wo es Adrenalin inhaliert.

Ein Kind, das auch in Ruhe unter schwerer Atemnot leidet oder sogar blau anläuft, muss sofort mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus. Generell ist wichtig, dass Sie bei einem Pseudokrupp-Anfall Ihr Kind beruhigen. Unruhe und Angst können die Atemnot noch verstärken.

 
 
Adobe Flash Player

BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche

Ist Ihr Kind zu dick oder zu dünn? Unser Rechner für Kinder und Jugendliche sagt es Ihnen.